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Agenda 21

Von Rio nach Nagold. Bei der UNO-Konferenz für Umwelt und Entwicklung wurde in Rio de Janeiro die Agenda 21 beschlossen – ein Programm für eine nachhaltige und damit umweltverträgliche Wirtschafts- und Entwicklungspolitik. Nachhaltig heißt: Lebe und wirtschafte so, dass die, die nach Dir kommen, die gleiche Chance haben. Verzehre oder verschwende also nicht deren Lebensgrundlagen und Chancen.

Ein gutes Bespiel für nachhaltiges handeln ist die Forstwirtschaft. Die Forstwirtschaft ist nachhaltig, wenn nur so viel Holz geschlagen wird wie nachwächst. Gleiches gilt für das Grundwasser, das Klima - die ganze Natur. Es gilt aber noch weiter.

Denken wir an Schule, Bildung und Kultur: Halte und pflege die Erziehungswerte und die Bildungseinrichtungen so, dass die nächste Generation so gut und lebenstüchtig ausgerüstet wird, wie Du es selbst erfahren hast. Oder für die Schaffung von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen. Oder die Alters- und Gesundheitssicherung über die Generationen. Oder für Politik und Verwaltung: Erhöhe nicht ständig die Schulden, beschränke Dich auf den Verbrauch, den Deine Generation aufbringen kann, statt die Bezahlung auf die Nachkommen zu wälzen.

Und noch mehr, der Grundsatz der Nachhaltigkeit umfasst auch das Verhältnis von Industrie- und Entwicklungsländern. Auch die armen Länder müssen die Chance einer nachhaltiger Entwicklung erhalten, wozu die reichen Industrienationen einen ausreichenden Beitrag leisten müssen.


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