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Landesgartenschau 2012 - Ein Rückblick

In den Sommermonaten des Jahres 2012 präsentierte Nagold seinen Gästen mit der 24. baden-württembergischen Landesgartenschau eine Fülle von floristischen, gärtnerischen und kulturellen Attraktionen. Ein Jahrhundertereignis, das alle Erwartungen übertraf.

Was ist eine Landesgartenschau?

Landesgartenschauen sind in mehreren deutschen und österreichischen Bundesländern stattfindende Ausstellungen rund um den Gartenbau. In Baden-Württemberg, wo sie im Jahr 1980 gewissermaßen erfunden wurden, werden sie im jährlichen Wechsel mit Grünprojekten  ausgerichtet.

Ihr zentraler Zweck besteht darin, als Katalysator für ökologisch sinnvolle städtebauliche Veränderungen zu wirken, die eine Stadt kaum allein stemmen könnte beziehungsweise für die sie sonst Jahrzehnte bräuchte. Das wird insbesondere dadurch möglich, dass das Land die Schaffung der bleibenden Grünanlagen mit beträchtlichen Fördermitteln unterstützt.

Die Stadtentwicklung

2002 konnte sich Nagold unter vielen Bewerbern im Rennen um dieses begehrte Infrastrukturprogramm durchsetzen. Das Großprojekt wurde unter das Motto „Grüne Urbanität“ gestellt: Stadt und Natur sollten zu einer harmonischen Einheit verschmelzen.

Dabei galt es, für einige suboptimal genutzte Flächen in der Innenstadt Perspektiven zu entwickeln.  Und so verwandelten sich unter der Regie von Planer Stefan Fromm zugedeckte Flüsse, in die Jahre gekommene Parkanlagen sowie triste Verkehrs- und Brachbereiche in herrliche Park- und Wasser-landschaften.

Heute sind der Stadtpark Kleb, der Krautbühlpark, die Neue Uferpromenade und der Riedbrunnenpark nicht nur beliebte Freizeitareale, sondern auch Terrain für die Entstehung neuer Stadtkanten und  sogar eines modernen, durchgrünten Wohngebiets. Ein Entwicklungssprung, der das vormals schon attraktive Mittelzentrum nun noch lebens- und liebeswerter macht.

Die Ausstellung

Mit einem fünfeinhalb Monate dauernden Fest wurden im Jahr 2012 diese Errungenschaften gefeiert. Dabei wurden zum einen altbewährte Ausstellungstraditionen weitergeführt, zum anderen aber auch viel Neues gewagt.

So fanden die wechselnden Blumenschauen erstmals auf einer baden-württembergischen Landesgartenschau in einem ehemaligen Brauerei-Gebäude statt, einem ungewöhnlichen, ja atemberaubenden Ambiente. Weitere außergewöhnliche Premieren waren die 20 Meter hohe Seilbahn-Attraktion, die „Forstkugel“, der „Platanenkubus“, die „Wachsende Kirche“, die „Panorama Lounge“ und der „Häfele Cube“.

Aufsehenerregend war auch das Rahmenprogramm: Mehr als 4.000 Veranstaltungen aller Kategorien wurden auf die Beine gestellt – nicht nur auf dem Landesgartenschau-Areal, sondern auch in der Innenstadt und auf der Burgruine Hohennagold. Dazu wurde mit Angeboten von A wie Abenteuerspielplatz bis Z wie zahme Kamele ein starker Fokus auf Familien gelegt.

Das Bürgerfest

Ein Konzept, das offenbar voll aufging. Bereits 37 Tage vor dem ursprünglichen Schlussdatum wurde das Gesamterfolgsziel von 750.000 Gästen erreicht. Dieser grandiose Erfolg bewog die Macher zu einem in der Geschichte der baden-württembergischen Landesgartenschauen einmaligen Akt: Die Ausstellung wurde nicht wie geplant am 7. Oktober mit der feierlichen Fahnenübergabe an die nächste Ausrichterstadt Schwäbisch Gmünd beendet, sondern um eine Woche verlängert.

Die Zugabe stand unter dem Motto „Bürgerfest“ und war nicht zuletzt ein Dankeschön und eine Ehrerbietung an die Bevölkerung, die das Großprojekt in überwältigendem Maße unterstützt hatte. So schloss die Landesgartenschau Nagold 2012 am 14. Oktober mit einem Nagold-Tag samt Luftballonstart, Laternenumzug und Kaskadenfeuerwerk. Und einer Bilanz von mehr als einer Million Besuchern, 20.000 verkauften Dauerkarten, einem phänomenalen Sponsoring-Aufkommen, einer beeindruckenden Zahl an Ehrenamtlichen und einer sensationell bunt gemischten Publikumsstruktur.

Zitat

„Nagold hat Großes geleistet – und das gilt für beide Ebenen: sowohl für die Umsetzung einer eindrucksvollen Stadtentwicklung als auch für die Veranstaltung eines vielseitigen Festivals für alle Generationen. Dieses Kapitel hat für die Zukunft neue Maßstäbe gesetzt.“
Alexander Bonde
Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz

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