Ausstellung
"Die Kelten in Baden-Württemberg"

Das Landesamt für Denkmalpflege (LAD) im Regierungspräsidium Stuttgart befasst sich bereits seit Jahrzehnten mit dem Schutz, der Pflege und der Erforschung archäologischer Hinterlassenschaften in Baden-Württemberg. Aus der vorrömischen Eisenzeit (Hallstatt- und Latènezeit) stammen einige der herausragenden Denkmale der Vor- und Frühgeschichte. Während dieser Zeit haben zwischen dem 7. und dem 1. Jahrhundert vor Christus die Kelten das Landschaftsbild durch ihre Siedlungen, Bestattungsplätze und Naturheiligtümer geprägt.
 
Bereits im November vergangenen Jahres wurde hierzu die Ausstellung „Die Kelten in Baden-Württemberg – Aktuelle Ausgrabungen und Forschungen zur Hallstatt- und Latènezeit“ im Haus der Wirtschaft erstmals in Stuttgart präsentiert. Anschließend war die Ausstellung im Landesamt für Denkmalpflege in Esslingen sowie im Hauptgebäude des Regierungs-präsidiums Stuttgart in Vaihingen zu sehen.
 
Aktuell macht die Wanderausstellung „Die Kelten in Baden-Württemberg“ im Rathaus in Nagold Station.  Die Ausstellung ist von 07. Juli bis zum 13. September 2020 im Foyer sowie dem 1. Stock des Rathauses zu sehen.
 
Die Ausstellung zeigt zunächst, wie die keltischen Kulturen in der Antike von ihren südlichen Nachbarn, den Griechen und Römern, wahrgenommen wurden und was aus archäologischer Sicht über sie ausgesagt werden kann. Im Mittelpunkt stehen die beeindruckenden Ausgrabungen und Forschungsprojekte des LAD zur Archäologie der Kelten in Südwestdeutschland:
  • Aktuelle Arbeiten im Umfeld der frühkeltischen Heuneburg an der oberen Donau belegen die komplexen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Strukturen während des 6. und frühen 5. Jahrhunderts vor Christus.
  • Die Ausgrabungen am Rosensteinmassiv bei Heubach, einer mit monumentalen Gräber und Wällen befestigten keltischen Höhensiedlung, beleuchten die Zeit unmittelbar vor Beginn der keltischen Wanderungen um 400 vor Christus.
  • Besonders kennzeichnend für die spätkeltische Zeit im 2. und 1. Jahrhundert vor Christus sind neben Viereckschanzen (ländliche Gehöfte) stadtartige Großsiedlungen (Oppida) wie der Heidengraben am Nordrand der Schwäbischen Alb.
 
Darüber hinaus informiert die Ausstellung über wichtige Lebensbereiche, wie Handel, Handwerk, Religion und Wissenstransfer in keltischer Zeit.
 
Anschließend wandern „Die Kelten in Baden-Württemberg“ weiter nach Asperg. Weitere Stationen sind in Bopfingen und Neuenbürg geplant. Die genauen Ausstellungsadressen sowie konkrete Termine werden in einer Pressemitteilung rechtzeitig mitgeteilt.

Quelle: Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart (F. Schmitt)