Sehenswürdigkeit

Ludwig-Hofacker-Haus

Gebäude des Ordnungsamt
Marktstraße 29
72202 Nagold
Stadtteil: Nagold (Kernstadt)
Dieses Haus wird schon im 16. Jahrhundert die Wohnung des Stadtschreibers genannt, der einer der wichtigsten städtischen Beamten war.

1773 erwarb es die Geistliche Verwaltung von dem damaligen Stadtschreiber Wilhelm Friedrich Hofacker und richtete es als Pfarrhaus ein. Seit der Verlegung des Dekanats von Wildberg nach Nagold wohnte und amtete der Dekan des evangelischen Bezirks Nagold in dem Haus. Das Königliche Kameralamt verkaufte ein halbes Jahrhundert später (1871) das Gebäude an den Kupferschmied Lehre.

Heute beherbergt das Haus das städtische Ordnungsamt. Sehenswert ist der im Jugendstil errichtete Anbau an der Rückseite des Gebäudes, den der Kaufmann Eugen Lehre 1906 errichten ließ. Das Haus trägt seinen Namen zur Erinnerung an den Nagolder Stadtschreiber Ludwig Hofacker (1756 bis 1810), der einige Jahre darin lebte und der später eine bedeutende politische Rolle in den letzten Jahren der altwürttem-bergischen Verfassung spielte (Initiator des Nagolder „Vorlandtages" vom 15.09.1796, Mitverfasser des „Nagolder Cahiers").