Unternehmernachwuchs in den Startlöchern

Junior Manager Contest 2019 - ein geniales Format geht in die dritte Runde

Neun Teams, 43 junge Köpfe, fünf Stunden und jede Menge Ideen: Beim Finale des Junior Management Contest trat der Führungsnachwuchs der Region im Wettbewerb um die beste Geschäftsidee an und beeindruckte nicht nur die Jury, sondern auch die Gäste aus Wirtschaft und Kommunen.
Eine innovative Geschäftsidee, entwickelt unter Einsatz verschiedener Kreativitätstechniken, innerhalb von fünf Stunden präsentationsfertig aufbereitet und in drei Minuten vor einer Jury gepitcht – das war die Aufgabe, der sich die Teilnehmer des Junior Management Contests beim Finale in den Räumen der Schmid Group in Freudenstadt stellten. Eine Herausforderung, die selbst gestandenen Unternehmern Schweißperlen auf die Stirn treiben kann.
Zum dritten Mal hatte die Wirtschaftsregion Nordschwarzwald mit den Landkreisen Calw, Freudenstadt und Enzkreis sowie den Städten Freudenstadt, Horb, Nagold und Mühlacker zum Unternehmensplanspiel eingeladen. Über 150 Schüler und Auszubildende aus der Region hatten sich 2019 dem Wettbewerb gestellt, bei dem es im Finale darum geht, im Team ein fiktives Unternehmen mit eigenen Strategien und Methoden aufzubauen. „Unternehmerisches Denken ist heute eine Schlüsselkompetenz für Nachwuchskräfte – nicht nur, wenn man sich selbstständig machen will“, erklärt Jochen Protzer, Geschäftsführer der Wirtschaftsregion Nordschwarzwald. „Auch die Betriebe sind auf Mitarbeiter angewiesen, die unternehmerisch denken und Prozesse proaktiv mitgestalten.“
In jeweils einem Vorentscheid in den Landkreisen Calw, Freudenstadt und dem Enzkreis hatten sich die Teilnehmer in den vergangenen Wochen durch den Wettbewerb gekämpft. Neun Teams mit insgesamt 43 Nachwuchskräften schafften es schließlich ins Finale, wo sie sich einer fünfköpfigen Jury aus Unternehmern und Wirtschaftsvertretern stellten. Dieser fiel es sichtlich schwer, unter den präsentierten Ideen zu selektieren. „Wir waren sehr beeindruckt von den Ergebnissen“, fasst Jochen Protzer zusammen. Den ersten Platz sicherte sich schließlich das Team der Firma Koch Pac Systeme GmbH, das mit seinem „Sharestaurant“ ein Geschäftsmodell entwarf, das Start-ups aus dem Gastronomiebereich einen risikoarmen Testlauf mit umfassenden Support-Systemen bietet. Platz zwei ging an das Team der Veyhl GmbH mit dem „Rollarturbo“, einer teilautonomen, höhenverstellbarer Gehhilfe mit Sensor- und Kommunikationssystemen für Notfälle. Den dritten Platz machte das Team der Firma Arburg mit dem Airport Carrier, einem autonomen Fahrzeug, das Passagieren am Flughafen nach dem Check-in ein Rundum-Versorgungs-Paket samt Transport anbietet.

Künstliche Intelligenz, Sharing-Konzepte und Nachhaltigkeit waren die Kernthemen, die sich durch die Geschäftsideen der neun Finalisten zogen. Beeindruckend für Jury und Zuhörer waren vor allem die Qualität und Kreativität der Geschäftskonzepte, welche die Teams in nur wenigen Stunden entwickelt hatten.

Über den Junior Manager Contest:
Seit 2017 findet der Junior Management Contest jährlich statt. Die Fortsetzung ist bereits in Planung. Teilnehmen können Schüler ab Klasse 10 und Auszubildende aus der Region Nordschwarzwald. Die Teilnehmer arbeiten in Gruppen von vier bis fünf Mitgliedern. Auch die Anmeldung als Team ist möglich. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

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