Sehenswürdigkeiten

Ein Spaziergang durch die historische Innenstadt, ein Besuch im Zeller-Mörike-Garten oder eine Wanderung auf den Schlossberg zur Burg Hohennagold: In Nagold gibt es viele geschichtsträchtige Gebäude und archäologische Denkmäler zu entdecken. Die schönsten Ecken und Winkel der Stadt und seiner Stadtteile finden Sie hier. Unser interaktiver Übersichtsplan hilft Ihnen bei der Orientierung.

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Brunnen

Fabelbrunnen

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Ecke Turmstraße/Marktstraße
72202 Nagold
Stadtteil: Nagold (Kernstadt)
Kinder lieben den 1999 von Gernot Rumpf erbauten Brunnen mit seinen skurrilen Fabelwesen.
Das goldene Einhorn, ein altes Mariensymbol, soll den Bezug zur alten Stadtkirche "Zu unserer lieben Frau" herstellen, die einst hier stand.
Auch die anderen Symbole haben einen biblischen Bezug wie "Kamel durch das Nadelöhr"

Unterer Marktbrunnen

Unterer Marktbrunnen
Marktstraße
72202 Nagold
Stadtteil: Nagold (Kernstadt)
Der urspünglich auf der Marktstraße positionierte Brunnen wanderte im Laufe der Zeit auf den kleinen Platz beim Hennenest.
Er ist fast baugleich mit dem Brunnen, der sich früher auf dem Vorstadtplatz befand.

Urschelbrunnen

Urschelbrunnen nah
Marktstraße
72202 Nagold
Stadtteil: Nagold (Kernstadt)

Der stets als „Marktbrunnen" namentlich überlieferte Brunnen mit der Figur der „Wüsten Urschel" steht auf dem alten Marktplatz neben dem Rathaus.

Um diese Figur rankt sich die Sage einer Grafentochter von der Burg Hohennagold. In Wirklichkeit hat die Brunnenfigur eine rechts-symbolische Bedeutung: Sie stellt den Schildhalter für das Nagolder Stadtwappen dar (ursprünglich eine Engelsfigur).

Der Brunnen mit dem Standbild wurde 1747 von dem Steinhauer Jakob Reich von Dornstetten geschaffen, die Steine dazu wurden in Altensteig gebrochen. Die heutige Brunnenfigur ist eine 1967 angefertigte Kopie. Das Orginal der Brunnenfigur steht im Foyer des Nagolder Rathauses.

Vorstadtbrunnen

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Vorstadtplatz
72202 Nagold
Stadtteil: Nagold (Kernstadt)
Der Vorstadtbrunnen stellt das neue Fenster der Stadt dar. Das herabplätschernde Wasser symbolisiert den Vorhang.

54 Tonnen Granit hat der Künstler Josef Nadj im Jahr 2005 dafür verarbeitet.

Historische Fachwerkhäuser

Alte Schule

Alte Schule
Turmstraße
72202 Nagold
Stadtteil: Nagold (Kernstadt)
Im Jahr 1706 wurde dieses Gebäude mit einem durch drei Eingangsbögen gekennzeichneten massiven Erdgeschoß und künstlerisch reifer Fachwerkausführung mit Fenstererkern, Reihungen von geschweiften Andreaskreuzen und reich profilierten Schwellhölzern erbaut. 

Es gehörte einstmals der Heiligenpflege (Verwaltung des Kirchen-vermögens) und diente als Schulhaus. Ein früheres Schulhaus an der gleichen Stelle ist im Jahr 1562 urkundlich bezeugt.

Alte Seminarturnhalle

Alte Seminarturnhalle
Lange Straße 5
72202 Nagold
Stadtteil: Nagold (Kernstadt)
Die alte Seminarturnhalle ist das älteste Sportgebäude Nagolds.

Sie wurde 1880 als Turnhalle des könglichen Lehrerseminars erbaut, diente aber noch im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts als Versammlungs- und Verantsaltungssaal der Stadt.

Durch die Initiative "Fördervereins Alte Seminarturnhalle" wurde die Halle saniert und 1999 eröffnet.

Alte Vogtei

alte vogtei
Turmstraße
72202 Nagold
Stadtteil: Nagold (Kernstadt)
Das Gebäude wure um 1425 als Kelter errichtet. Im 17. Jahrhundert wurde es zum Vogteigebäude umgewandelt. Ab 1665 war hier das Amts- und Wohnhaus des Untervogts, des höchsten herrschaftlichen Beamten.

1751 erwarb es der bedeutende Bürgermeister Christian Sautter als erster Privatmann. 1999 und 2006 wurde es renoviert und umgebaut.

Altes Oberamt

Gebäude Altes Oberamt mit Vorplatz
Oberamteiplatz
72202 Nagold
Stadtteil: Nagold (Kernstadt)
Das um 1400 erbaute mächtige Fachwerkhaus diente anfangs als herrschaftlicher „Fruchtkasten", d.h. als Lagerhaus für die Naturalabgaben, welche die Bürger an die württembergische Herrschaft abzuliefern hatten.

Zeitweilig war dort der Amts- und Wohnsitz des Untervogts (Ende des 16. Jahrhunderts) und des Obervogts von Nagold (nach der Zerstörung der Burg Hohennagold 1643). Im 18. Jahrhundert diente das Gebäude gelegentlich auch für Jagdaufenthalte des Herzogs Carl Eugen.

Von 1806 bis 1937 war das Gebäude Verwaltungssitz des Oberamts Nagold. 1953 wurde es Dienstgebäude des Polizei-Vollzugsdienstes. 1973/76 fand eine gründliche Renovierung statt. Bis heute ist das Polizeirevier in diesem historischen Gebäude untergebracht.

In unmittelbarer Nachbarschaft des Oberamts befinden sich Reste der alten Stadtbefestigung, die noch bis zu Beginn des 19. Jh. als doppelter Mauerring mit Wassergraben (Zwinger) den Kern der Stadt umgab.

Diakonathaus

Diakonathaus
Marktstraße 37
72202 Nagold
Stadtteil: Nagold (Kernstadt)
Der Stadt- und Amtschreiber Gottfried A. Meurer baute das Haus 1716.

Zwischen 1738 und 1961 war es der Sitz des zweiten evangelischen Stadtpfarrers. Seither ist es in Privatbesitz.

Ehemaliges Badhaus

Stadtkämmerei
Badgasse 6
72202 Nagold
Stadtteil: Nagold (Kernstadt)
Gegenüber dem Steinhaus befindet sich ein Haus, das ebenfalls zu den historisch bedeutsamsten in Nagold zählt.

Für die Sozial- und Kulturgeschichte hat es eine besondere Bedeutung, denn seit dem 14. Jahrhundert wurde es als „Badtstub", als städtisches Badehaus benutzt und war somit der Treffpunkt früherer Geselligkeit in Nagold und das Zentrum für Hygiene und Medizin. Ab 1841 war es das Wohnhaus des Apothekers, Naturforschers und Schriftstellers Dr. Gottlieb Heinrich Zeller. Als Mörike 1862 bei Zeller zu Besuch war, hielt er den Blick zum Schlossberg in einem Brief fest. 

Seit 1905 befindet sich im ehemaligen Badhaus die Stadtkämmerei.

Ehemaliges Gasthaus Mohren

Gasthaus_Mohren
72202 Nagold
Stadtteil: Nagold (Kernstadt)
Das im Jahre 1743 erstmals urkundlich erwähnte Gasthaus und Bäckerei zum "Mohren" hatte einige Besitzer. Neben der Bäckerei wurde noch in dem Hause Branntweinbrennerei betrieben.

Am 4. Februar 1898 erwarb der Bäckermeister Friedrich kläger, der Großvater von Lina Moser, die Gassenwirtschaft und Bäckerei. Noch heute ist Frau Lina Moser die Besitzerin dieses Hauses.

Im Jahr 2004 wurde es grundlegend renoviert und wird heute als Seniorenbegegnungsstätte genutzt.

Ehemaliges Lehrerseminar

Lehrerseminar
Lange Straße 4
72202 Nagold
Stadtteil: Nagold (Kernstadt)
Das Gebäude wurde 1878 in massiver Bauweise mit Kalksteinverblendung im neoklassizistischen Stil mit Mitteln aus den französischen Kriegsentschädigungsgeldern erbaut und ist ein Kulturdenkmal nach § 2 Denkmalschutzgesetz.

Die Außenwände sind ca. 80 cm stark und es wurde samt Seminarturnhalle 1881 eingeweiht. Nagold hatte das Rennen um den Standort eines vierten Lehrerseminars in Württemberg gewonnen. Über ein halbes Jahrhundert war das Gebäude eine Ausbildungstätte für Volksschullehrer in Württemberg. Von 1956- 1991 diente es als Aufbaugymnasium.

Heute wird es als Ausbildungszentrum der Straßenbauverwaltung genutzt.

Haus Maisch

Haus Maisch
Marktstraße 43
72202 Nagold
Stadtteil: Nagold (Kernstadt)
Noch heute sind viele Fachwerkhäuser nach ihrem ehemaligen Eigentümern benannt, wie das Haus Maisch am Hennehof (heute Unterer Markt). Es ist eines der schönsten Zierfachwerkhäuser Nagolds.

Es wurde um 1700 erbaut. Die Besitzer, Familie Sautter, gehörten zu den wohlhabendsten und einflussreichsten Familien Nagolds.

Haus Saur / Großmann

Haus_SaurGrossmann
Marktstraße
72202 Nagold
Stadtteil: Nagold (Kernstadt)
Nach der Freilegung des Fachwerkes 1981 kamen zwei ungleiche Häuserhälften zum Vorschein.

1680 waren die schmalen Häuser mit einem gemeinsamen Giebel vereint worden.

Beim Stadtbrand 1887 blieben dieses Haus und die Apotheke verschont, beim Stadtbrand 1893 wurden sie beschädigt.

Haus Sautter

Haus Sautter
72202 Nagold
Stadtteil: Nagold (Kernstadt)
Das Haus Sautter wurde 1777 von Konditor Johann Wolfgang Sautter als Geschäfts- und Wohnhaus errichtet.

Die Familie Sautter war eine der bedeutendsten Nagolder Tuchmacherfamilien.

Es ist das Geburtshaus von Felix Schuster (*1876-1950), Architekt, Nagolder Heimatforscher und Mitbegründer des Schwäbischen Heimatbundes.

"Hotel Alte Post"

Hotel alte Post
Vorstadtplatz
72202 Nagold
Stadtteil: Nagold (Kernstadt)
Das weithin bekannte Nagolder Fachwerkgebäude (1697) hieß ursprünglich „Gasthof zur Sonne". Im Lauf seiner Geschichte hat es manch hohen Gast beherbergt, so zum Beispiel Herzog Carl Eugen und König Friedrich von Württemberg.

1807 wurde in dem Gasthof von dem neuen Posthalter Johann Sebastian Gschwindt eine Poststelle eingerichtet; 1812 kam noch der Poststall für den Pferdewechsel auf der Postkutschenlinie Stuttgart-Freudenstadt hinzu.

Das prächtige Fachwerk wurde erst durch den Stuttgarter Architekten Nachbauer von dem bisherigen Verputz freigelegt. Im Zuge einer Veräußerung wurde das Gebäude 1984/85 erneut renoviert. Das stattliche und künstlerisch bedeutende Wirtshausschild wurde im Jahr 1907 von den Kunstschmied Baldenhofer von Freudenstadt angefertigt.

Ludwig-Hofacker-Haus

Gebäude des Ordnungsamt
Marktstraße 29
72202 Nagold
Stadtteil: Nagold (Kernstadt)
Dieses Haus wird schon im 16. Jahrhundert die Wohnung des Stadtschreibers genannt, der einer der wichtigsten städtischen Beamten war.

1773 erwarb es die Geistliche Verwaltung von dem damaligen Stadtschreiber Wilhelm Friedrich Hofacker und richtete es als Pfarrhaus ein. Seit der Verlegung des Dekanats von Wildberg nach Nagold wohnte und amtete der Dekan des evangelischen Bezirks Nagold in dem Haus. Das Königliche Kameralamt verkaufte ein halbes Jahrhundert später (1871) das Gebäude an den Kupferschmied Lehre.

Heute beherbergt das Haus das städtische Ordnungsamt. Sehenswert ist der im Jugendstil errichtete Anbau an der Rückseite des Gebäudes, den der Kaufmann Eugen Lehre 1906 errichten ließ. Das Haus trägt seinen Namen zur Erinnerung an den Nagolder Stadtschreiber Ludwig Hofacker (1756 bis 1810), der einige Jahre darin lebte und der später eine bedeutende politische Rolle in den letzten Jahren der altwürttem-bergischen Verfassung spielte (Initiator des Nagolder „Vorlandtages" vom 15.09.1796, Mitverfasser des „Nagolder Cahiers").

Maiergasse

Maiergasse
72202 Nagold
Stadtteil: Nagold (Kernstadt)
Die Maiergasse ist nach dem Maierhof, der sich vom Mittelalter an bis zu seiner Aufhebung 1693 dort befand, benannt.

Typisch für die von den fünf großen Stadtbränden des 19. Jahrhunderts verschont gebliebene Gasse sind die Wohnhäuser mit Werkstätten.

Rathaus

Gebäude des Rathauses
Marktstraße 27
72202 Nagold
Stadtteil: Nagold (Kernstadt)
Im Zentrum des Bogens der Marktstraße steht seit dem 15. Jh. das Rathaus mit Vorhalle und Dachreiter. Unter den Arkaden wurde früher der Markt abgehalten.

Von den benachbarten Fachwerkhäusern hebt sich die Barockfassade des Rathauses auffallend ab. Dieses Aussehen erhielt das Rathaus bei seiner durchgreifenden Umgestaltung aus einem ursprünglich eingeschossigen Fachwerkbau in ein zweigeschossiges Barockgebäude unter der Leitung des württembergischen Rentkammerbaumeisters Johann Adam Groß d.Ä. (1697-1757).

Schmid'sche Apotheke

Schmidtsche Apotheke Fotoagentur Huber
Marktstraße 13
72202 Nagold
Stadtteil: Nagold (Kernstadt)
Der mächtige Giebel der Schmid´sche Apotheke ragt in die Marktstraße hinein. Die Geschichte dieses markanten Gebäudes, das zum Glück vom großen Stadtbrand 1893 verschont blieb, kann vorläufig mit Sicherheit nur bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts zurückverfolgt werden.

Es war durch mehrere Generationen hindurch Bürgermeisterwohnung. 1859 ging das Haus schließlich an den Apotheker Carl Oeffinger über. Seither ist es als Apotheke in Familienbesitz. Auf seine ursprüngliche Funktion weisen noch die Vorrichtungen für zwei Warenaufzüge hin.

1906 wurde das Haus renoviert und erhielt die noch heute zu sehende Fassade mit reicher Jugendstilornamentik auf Putz. Die Restaurierung wurde von dem Stuttgarter Achritekten Nachbauer durchgeführt.

Untere Marktstraße

Sicht in die Marktstraße
Marktstraße
72202 Nagold
Stadtteil: Nagold (Kernstadt)
Diese einzige fast vollständige historische Straßenflucht Nagolds stammt größtenteils aus dem 18. Jh.

An der Ecke Oberamteistraße/Marktstraße steht rechts das ehemalige Diakonathaus, Marktstraße 37: Schuhhaus Raaf; das Haus wurde 1716 vom damaligen Stadt- und Amtsschreiber Gottfried Adam Meurer erbaut und war von 1738 bis 1965 Sitz des - früher „Diakon" genannten - zweiten evangelischen Stadtpfarrers.

Einige Schritte nach links der ehemalige Zeller´sche Apotheke, Marktstraße 41: In diesem Haus wurde 1794 der bereits erwähnte Dr. Gottlieb Heinrich Zeller (siehe „Badhaus") geboren, und hier wirkte er bis 1842 als Apotheker, Naturforscher und Schriftsteller.

Eines der schönsten Zierfachwerkhäuser Nagolds ist das nach einem der früheren Besitzer genannten „Haus Maisch", Marktstraße 43: Kaffeoase Schäfer, aus der Zeit um 1700; das Fachwerk wurde erst 1928 freigelegt.

Untere Mühle und Stadtmauer

Untere_Muehle
72202 Nagold
Stadtteil: Nagold (Kernstadt)
Bis zur Nagoldkorrektion 1927/28 verlief das Flussbett der Nagold entlang der ehemaligen mitteralterlichen Stadtmauer, wo Wasser in den Kanal der Unteren Mühle gespeist wurde.

Fragmente der Stadtmauer sind restauriert und sichtbar gemacht worden.

Zeller'sche Apotheke

Zellersche_Apotheke
Marktstraße 41
72202 Nagold
Stadtteil: Nagold (Kernstadt)
Die Zeller'sche Apotheke ist das Geburtshaus von Dr. Gottlieb Heinrich Zeller.
Er galt als Wohltäter der Stadt und arbeitete als Apotheker, Naturwissenschaftler und Schriftsteller.

Kelten

Keltenhügel " Krautbühl"

Krautbuehl_2012
Uferstraße
72202 Nagold
Stadtteil: Nagold (Kernstadt)
Der „Krautbühl“ - ein keltischer Großgrabhügel am Stadtrand von Nagold
Auf dem Gebiet der heutigen Stadt Nagold lebten vor etwa 2.500 Jahren bis zur Zeitenwende die Kelten. Noch heute sichtbares Denkmal aus dieser Zeit ist der im Volksmund „Keltenhügel“ genannte Großgrabhügel „Krautbühl“ an der Nagold. Geophysikalische Untersuchungen lokalisierten in diesem Hügel eine zentrale Grabkammer, vermutlich ein "Fürstengrab" aus frühkeltischer Zeit.
Der „Krautbühl“ zählt mit einem Durchmesser von 50 Meter und einer Höhe von heute noch 4,5 Meter zu den größten und besterhaltenen Grabhügeln aus frühkeltischer Zeit in der Region. Sein Name leitet sich von den 14 Krautgärten ab, die bis 1986 den Hügel bedeckten. Der "Krautbühl" liegt unmittelbar am Fuß des Nagolder Schlossberges. Zahlreiche Funde vom Schlossberg und die beherrschende topographische Lage legen es nahe, auf dem Nagolder Schlossberg einen späthallstatt- oder frühlatènezeitlichen „Fürstensitz“ zu vermuten. Zudem sind weitere keltische Siedlungen und Gräber im Stadtbereich von Nagold nachgewiesen.
(Quelle: Archäologische Denkmalpflege beim Regierungspräsidium Karlsruhe)

Seit 2003 findet im zweijährigen Rhythmus das Nagolder Keltenfest im Stadtpark Kleb und auf der Burgruine Hohennagold statt.
Eine Stele mit Hörstation am „Krautbühl“ bietet ausführliche Informationen.

Aktuelle Broschüren:

"Archäologischer Wanderweg Nagold Jettingen" und  "Die Kelten in Nagold"

Weitere Informationen:
Die Kelten in Nagold
Parkmöglichkeiten
^
Parkmöglichkeiten

Kirchen

Alter Turm

Alter Turm
Turmstraße
72202 Nagold
Stadtteil: Nagold (Kernstadt)
Der „Alte Turm" an der Ecke Marktstraße / Turmstraße gilt heute als Wahrzeichen der Stadt Nagold. Er ist ein Überrest der alten Stadtkirche „Zu unserer lieben Frau", die um 1360 als eine der Jungfrau Maria geweihten Kapelle innerhalb der Stadtmauern erbaut, 1401 erweitert, mit Turm und Chor versehen und vermutlich bald darauf zur Pfarrkirche erhoben worden war.

Als das alte Gotteshaus nach Fertigstellung der Johanneskirche 1876/77 abgebrochen wurde, blieb der Kirchturm stehen; charakteristisch ist die doppelte Laterne in seinem Helm.

Der Grundriß der alten Kirche ist aus der Pflasterung des Fußgängerbereichs zu Füßen des „Alten Turms" ersichtlich.

Evangelische Stadtpfarrkirche (Johanneskirche)

Stadtkirche
Bahnhofstraße 20
72202 Nagold
Stadtteil: Nagold (Kernstadt)
Die Johanneskirche wurde zwischen 1870 und 1874 im neugotischen Stil aus einheimischem Buntsandstein nach dem Vorbild der Johanneskirche am Stuttgarter Feuersee errichtet.

Sie ist der Ersatz für die baufällig gewordene alte Stadtkirche und galt als Idealkirche der Eisenacher Bewegung.

Katholische Kirche St. Petrus und Paulus

Katholische Kirche
72202 Nagold
Stadtteil: Nagold (Kernstadt)
Die katholische Kirche wurde im Jahr 10905/06 im Übergangstil nach Plänen des Architekten Joseph Cades (1855-1943) errichtet.

1907 wurde sie zum Heiligen Petrus und Paulus geweiht.

Im Jahr 2000 gab es eine umfassende Innenrenovierung nach Plänen des Architekten Bernhard Brenner (1947-2007).

Remigiuskirche

Remigiuskirche
Friedhofstraße
72202 Nagold
Stadtteil: Nagold (Kernstadt)
Die Remigiuskirche ist die älteste, nahe eines fränkischen Königshofes im 8. Jahrhundert entstandene Kirche im Nagolder Raum. Der heutige Bau ist romanisch, unter Verwendung von Spolien aus einem in diesem Bereich stehenden römischen Gutshof (villa rustica), mit gotischen Veränderungen.

Die Remigiuskirche enthält bedeutende Fresken von 1320–25. Die Szenen stellen das Leben Jesu und die Passion dar. Südlich ist eine kreuzrippengewölbte Kapelle mit Fresken aus dem Anfang des 16. Jahrhunderts angefügt. Die Fresken über dem Zugangsbogen zeigen die Heiligen Appolonia, Margaretha und Ursula.

Nach archäologischen Untersuchungen und einer umfassenden Renovierung wurde die Remigiuskirche 1965 als evangelische Gemeindekirche wieder eingeweiht.

Öffnungszeiten Remigiuskirche:
15. April - 3. Oktober:
Sonntag bis Freitag: 10.00-18.00 Uhr
Samstags: Nach Absprache mit Hausmeister Dawod: Tel. 0160/95874142.

Museen

Steinhaus

Museum im Steinhaus
Badgasse 3
72202 Nagold
Stadtteil: Nagold (Kernstadt)
Die massive Bauweise, die Buckelquader an den Ecken, der höhergelegene spitzbogige Eingang des Hauses weisen auf eine besondere Bedeutung und ein besonders hohes Alter dieses Hauses hin.

Ob es der Sitz der im 13. Jahrhundert genannten Ritter von Nagold war, ist ungewiss. Es ist aber wahrscheinlich das älteste noch stehende Wohnhaus in Nagold. Es kam im 14. Jahrhundert in württembergischen Besitz und ist als Erblehenhof seither vielmals urkundlich genannt. Das „Steinhaus" war der Mittelpunkt des Nagolder Maierhofes, dem die Nagolder Bevölkerung fronpflichtig war.

Durch Generationen hindurch saßen auf der Meierei die Familien Hiller und Lörin (Lehre). Nach einer umfassenden Restaurierung beherbergt das Haus heute das Stadtarchiv und das städtische Museum.

Wagner-Museum

Geöffnet von Mai bis Ende Oktober.
Besichtigung nach Absprache.
Bitte nehmen Sie dazu Kontakt mit Heiderose Rück (Ortsvorsteherin), Tel. 07452 5920 auf,
oder über die Rathaus-Geschäftsstelle, Telefon 07452 4401.

Weinstraße 21
Im Rathaus, Dachgeschoss
72202 Nagold
Stadtteil: Mindersbach
E-Mail senden / anzeigen

Zeller-Mörike-Garten

Das Zellersche Gartenhaus
Emminger Straße 42
72202 Nagold
Stadtteil: Nagold (Kernstadt)
07452 4829

Wenn die Kirschbäume blühen und die Sonne in die Fenster des Gartenhauses scheint, entfaltet dieser besondere und geschichtsträchtige Ort seine ganze Pracht: Der Zeller-Mörike-Garten, der nur zehn Minuten von der Innenstadt entfernt liegt, entführt seine Besucher in eine andere Zeit. Um genau zu sein in die Zeit um 1862, als der Nagolder Apotheker Gottlieb Heinrich Zeller und der berühmte Dichter Eduard Mörike in diesem bezaubernden Garten zusammentrafen.

Dass der Zeller-Mörike-Garten nicht in Vergessenheit geraten ist, haben die Nagolder in erster Linie Elisabeth und Dr. Klaus Horn und dem Förderverein Zeller-Mörike-Garten zu verdanken. Denn Elisabeth Horn hatte aus Briefen Mörikes herausgefunden, dass der Dichter damals im Nagolder Rötenbad kurte und mehrmals von Zeller in dessen Garten eingeladen wurde. Gemeinsam mit anderen Literaturfreunden kämpfte Elisabeth Horn für den Erhalt des Gartens. Im Jahr 2003 wurde der Garten schließlich samt Gartenhaus und Laube unter Denkmalschutz gestellt. Die Stadt Nagold kaufte das Grundstück im Jahr 2008 und sanierte die beiden Gebäude und die Stützmauern.

Wenn man heute im Zellerschen Gartenhaus sitzt, spürt man den Geist vergangener Tage ganz deutlich. Dazu trägt auch die Dauerausstellung des Museums im Steinhaus bei, die im Andenken an Zeller und Mörike im Gartenhaus eingerichtet wurde. Die Besucher lernen die Geschichte des Gartens und des Hauses dank vieler liebevoller Details kennen. So können sie beispielsweise in Zellers Lieblingslektüre, Jung-Stillings  „Lebensgeschichte", blättern oder sich einen animierten Film über die Begegnung Zellers und Mörikes anschauen. Öffnungszeiten:

Der Garten ist von Ende April bis Ende September sonn- u. feiertags 14.00-17.00 Uhr sowie nach Vereinbarung für Besucher geöffnet.
 
Führungen:

Gruppenführungen können außerhalb der regulären Öffnungszeiten unter Telefon 07452 4829 gebucht werden.

Weitere Informationen:

Flyer Zeller Mörike Garten
Mörike-Gesellschaft Ludwigsburg 

Weitere Sehenswürdigkeiten

Altensteigerle - Denkmal

Altensteigerle Denkmal
Lindachstraße 16
72202 Nagold
Stadtteil: Nagold (Kernstadt)
Die Bahnlinie Nagold - Altensteig, die erste Schmalspurbahn der Königlich Württembergischen Staats-Eisenbahnen wurde am 29. Dezember 1891 eröffnet. Sie war die erste staatliche Lokalbahn in Württemberg und sollte der Beginn eines Schmalspurnetzes von mehreren hundert Kilometern werden. Im Jahre 1967 wurde sie eingestellt. Mitglieder der Interessengruppe Altensteigerle im Verein für Heimatgeschichte Nagold e.V. haben sich bemüht, Exponate zu bekommen, die exemplarisch für die Strecke bzw. den Beginn der Strecke in Nagold waren. Gern geben sie Auskunft am Altensteigerle-Denkmal.

Eintritt ist frei.

Öffnungszeiten:
April bis Oktober, jeden 1. Sonntag im Monat von 13:00 bis 17:00 Uhr.


Burgruine "Hohennagold"

Luftbild Burgruine Hohennagold
Am Schloßberg
72202 Nagold
Stadtteil: Nagold (Kernstadt)
Die Burgruine Hohennagold ist auf keltischen Spuren wohl zu Beginn des 11. Jahrhunderts als Herrschaftssitz der Nagolder Gaugrafen entstanden.

Unter den Grafen von Hohenberg wurde die Burg ab Mitte des 12. Jahrhunderts ausgebaut. Mit dem Verkauf an Württemberg im Jahr 1363 wurde die Burg Sitz des Obervogtes. Der weitere Ausbau folgte im 15. und 16. Jahrhundert.

Ende des 30-jährigen Krieges (1645) wurde die Hohennagold durch kurbayrische Truppen zerstört und später weiter abgetragen. Die noch immer stattliche Ruine, von der man eine herrliche Aussicht auf die Stadt und ihre Umgebung hat, wurde in den letzten Jahrzehnten gründlich instand gesetzt. Die tatsächliche Größe der einstigen Burg entfaltet sich erst beim Betreten der Anlage: Die im Osten gelegene Vorburg beherbergt Ruinen von Wehrtürmen und dem Zwinger. Getrennt durch den Halsgraben liegt westlich die Kernburg, die die Grundmauern diverser Gebäude enthält. Hinter der Schildmauer, welche die Kernburg umschließt, befinden sich der runde Bergfried und ein weiterer Turm.


Informationen zur Bewirtung, Turmöffnungszeiten und Programm.

Gündringer Ölbergkapelle

Ölberg Gündringen2
72202 Nagold
Stadtteil: Gündringen
Am 26. Mai 1891 wurde der Grundstein für die Ölkapelle gelegt. Der Stifter war Viktorin Meintel, ein Gipsmüller aus Gündringen. Ein Jahr später wurden die 14 Stationen eingeweiht. Zur Kapelle hoch führt der Kreuzweg mit seinen 14 Stationen mit Terrakottabildern, die den Leidenswegs Jesu darstellen. Die Bilder wurden aus Spenden der Gemeinde finanziert und waren aus Terrakotta. Nur drei Monate später am 8. Juni 1892 wurde die mühsam gebaute Kapelle mit Glocke, die von Benedikt und Marianne Nesch aus Horb für 150 Mark gespendet worden war, eingeweiht. Es war eine allgemeine Begeisterung für die Sache und mehrere Geistliche aus der Nachbarschaft, besonders aber Dekan Baierle aus Horb, und viele Gäste aus der Umgebung waren gekommen. Zur Feier wurde auch das Ölbergegebet gebetet, das Pfarrer Gnant mit dem Karfreitagslied eingeführt hatte. Das Ölberggebet wurde jeden Donnerstag nach dem Angelus in den Familie gebetet.

Anfang des 20. Jahrhunderts gab es schließlich eine neue Glocke für die Kapelle. Darauf hin wurde in den Jahren 1946 bis 1949 ein Kreuz vor der Ölbergkapelle aufgestellt, das vom Bürgermeister in Gündringen Lorenz Bollinger und seiner Ehefrau Maria gestiftet wurde. Fast 30 Jahre später wurde durch den Vorsitzenden des Heimat- und Verkehrsvereins Heinrich Graf die Beleuchtung der Ölbergkapelle in Angriff genommen. Schließlich kam es auch zur Renovierung  der 14 Stationen und der Terrakottabilder durch den Ortschaftsrat und der Kirchengemeinde Gündringen.

Vor zwei Jahren im März 2009 wurde die Ölbergkapelle durch die Stadt Nagold und dem Ortschaftsrat Gündringen für knapp 7000 Euro aufwendig renoviert. Im Mai 2010 wurde das neue Ölbergkreuz durch Pfarrer Josef Kreidler eingeweiht, dass von Karl Nisch, Holzbau in Gündringen gespendet wurde. Der Korpus des Heilands wurde von Franz Raible aus Vollmaringen restauriert, dessen Finanzierung übernahm Familie Mattausch/Steinmetz und der Ortschaftsrat Gündringen. Letztes Jahr im September wurden die Stationen und die Bilder erneut für 15.000 Euro durch Familie Kuntel aus Weil der Stadt restauriert. Die Stadt Nagold übernahm von den Kosten insgesamt 10.000 Euro. Das restliche Geld wurde gespendet. Einmal eine Spende in Höhe von 2.100 Euro vom Heimat- und Kulturverein und der Erlös von 2.900 Euro aus dem Gündringer Dorffest, gespendet von den Gündringer Vereinen.

Platanenkubus

Der Platanenkubus ist derzeit umzäunt und dadurch nicht frei zugänglich. Ein Schlüssel kann an der Tourist-Information im Rathaus ausgeliehen werden.
Platanenkubus
Schillerstraße 6
72202 Nagold
07452 6810
E-Mail senden / anzeigen
Der Platanenkubus Nagold wurde im Rahmen der Landesgartenschau Nagold 2012 realisiert und ist als ein langfristig angelegtes baubotanisch-städtebauliches Experiment konzipiert. Das Projekt dient der Untersuchung baubotanischer Entwurfsprinzipien und veranschaulicht die Möglichkeiten der Pflanzenaddition, die hier erstmalig an einem öffentlichen Bauwerk eingesetzt wurde. Die baubotanische Struktur wurde mit dem Ziel entworfen, architektonische und konstruktive Zielsetzungen möglichst weit in Übereinstimmung mit den Wachstumsmustern der Pflanzen zu bringen. Das Bauwerk ist ein konstruierter Baum, ein regelmäßiger Würfel, der seine Gestalt im Laufe der Jahre immer wieder verändern wird. Betritt man den Kubus, wird man von der schattigen Kühle einer Baumkrone empfangen. Einer Baumkrone, die sowohl Naturraum als auch architektonisch gestalteter Raum ist: Vom Rauschen der Blätter bis hin zu den tanzenden Schatten sind all die sinnlichen Qualitäten vorhanden, die man von natürlich gewachsenen Bäumen und Wäldern her kennt. In seiner geometrischen Gestaltung und durch die unterschiedlichen Ebenen und Treppen wird jedoch auch der architektonische Charakter deutlich. Der 10x10x10 Meter große Kubus wurde unmittelbar als ein vollständig grünes Bauwerk realisiert, das bereits zu Beginn das Grünvolumen eines ausgewachsenen Baumes aufwies. Im Inneren sind auf drei Ebenen umlaufend Wartungsstege für die Gärtner und an der Westseite Besucherplattformen angeordnet, die über einläufige Stahltreppen erschlossen sind. Wenn die Pflanzenstruktur in den kommenden Jahren dick und stabil genug geworden ist, sollen die temporären Stützen entfernt werden, sodass dann die primär tragende Konstruktion aus lebendem Holz besteht. In der Folge der Gartenschau, in der der Kubus als Aussichtspunkt und schattiger Rückzugsraum diente, wird sich das Gartenschaugelände zu einem neuen Stadtquartier entwickeln.

Der Platanenkubus ist derzeit umzäunt und nicht frei zugänglich. Gerne können Termine für Führungen vereinbart werden.

Sehen Sie sich hier das Video zum Platanenkubus an.

Dr. Ing. Ferdinand Ludwig
FG Baubotanik IGMA Universität Stuttgart ludwig.schönle  Baubotaniker  Architekten  Stadtplaner
07114084111
www.baubotanik.org
www.ludwig-schoenle.de
baubotanik@ferdinandludwig.de
www.facebook.com/baubotanik.org


Download-Link: Konzept Platanenkubus

Viadukt

Viadukt
Viadukt
72202 Nagold
Stadtteil: Nagold (Kernstadt)
Die Brücke über die Waldach ist heute eines der Wahrzeichen der Stadt Nagold. Sie besteht aus 17 Rundbögen.
Baubeginn war im Jahr 1938, der Bau wurde jedoch durch den 2. Weltkrieg unterbrochen. So konnte die Brücke erst 1954 fertig gestellt werden.
Die ersten Fundamente, Pfeiler und Runbögen wurden aus massivem Beton gebaut, da das Baumaterial Stahl zu diesem Zeitpunkt bereits ausschließlich in der Rüstungsindustrie eingesetzt wurde. 1953 wurde mit dem Weiterbau aus Stahlbeton begonnen. Die neuen Pfeiler sind innen hohl, deren Wände aus Stahlbeton zum Teil nur 40 Zentimeter dick. Durch das geringere Eigengewicht der Brücke wurde so eine weitaus einfachere Gründung möglich.
Die Gesamtkosten des Baus betrugen 1953/54 zwei Millionen Mark. Zu einer Verödung der Innenstadt, wie von vielen Einzelhändlern befürchtet, kam es durch die Umgehungsstraße nicht.

2009/2010 standen umfangreiche Betonsanierungen am Viadukt an.

Vollmaringer Schloß

Schloss Vollmaringen
Schloßstraße
72202 Nagold
Stadtteil: Vollmaringen
Am südlichen Ostrand befindet sich das Vollmaringer Schloss. Es war vermutlich im 13. Jahrhundert ritterschaftlicher Sitz. Seit 1982 wurde es von einer Bauerherrengemeinschaft saniert.

überregional

Platanenkubus

Der Platanenkubus ist derzeit umzäunt und dadurch nicht frei zugänglich. Ein Schlüssel kann an der Tourist-Information im Rathaus ausgeliehen werden.
Platanenkubus
Schillerstraße 6
72202 Nagold
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Der Platanenkubus Nagold wurde im Rahmen der Landesgartenschau Nagold 2012 realisiert und ist als ein langfristig angelegtes baubotanisch-städtebauliches Experiment konzipiert. Das Projekt dient der Untersuchung baubotanischer Entwurfsprinzipien und veranschaulicht die Möglichkeiten der Pflanzenaddition, die hier erstmalig an einem öffentlichen Bauwerk eingesetzt wurde. Die baubotanische Struktur wurde mit dem Ziel entworfen, architektonische und konstruktive Zielsetzungen möglichst weit in Übereinstimmung mit den Wachstumsmustern der Pflanzen zu bringen. Das Bauwerk ist ein konstruierter Baum, ein regelmäßiger Würfel, der seine Gestalt im Laufe der Jahre immer wieder verändern wird. Betritt man den Kubus, wird man von der schattigen Kühle einer Baumkrone empfangen. Einer Baumkrone, die sowohl Naturraum als auch architektonisch gestalteter Raum ist: Vom Rauschen der Blätter bis hin zu den tanzenden Schatten sind all die sinnlichen Qualitäten vorhanden, die man von natürlich gewachsenen Bäumen und Wäldern her kennt. In seiner geometrischen Gestaltung und durch die unterschiedlichen Ebenen und Treppen wird jedoch auch der architektonische Charakter deutlich. Der 10x10x10 Meter große Kubus wurde unmittelbar als ein vollständig grünes Bauwerk realisiert, das bereits zu Beginn das Grünvolumen eines ausgewachsenen Baumes aufwies. Im Inneren sind auf drei Ebenen umlaufend Wartungsstege für die Gärtner und an der Westseite Besucherplattformen angeordnet, die über einläufige Stahltreppen erschlossen sind. Wenn die Pflanzenstruktur in den kommenden Jahren dick und stabil genug geworden ist, sollen die temporären Stützen entfernt werden, sodass dann die primär tragende Konstruktion aus lebendem Holz besteht. In der Folge der Gartenschau, in der der Kubus als Aussichtspunkt und schattiger Rückzugsraum diente, wird sich das Gartenschaugelände zu einem neuen Stadtquartier entwickeln.

Der Platanenkubus ist derzeit umzäunt und nicht frei zugänglich. Gerne können Termine für Führungen vereinbart werden.

Sehen Sie sich hier das Video zum Platanenkubus an.

Dr. Ing. Ferdinand Ludwig
FG Baubotanik IGMA Universität Stuttgart ludwig.schönle  Baubotaniker  Architekten  Stadtplaner
07114084111
www.baubotanik.org
www.ludwig-schoenle.de
baubotanik@ferdinandludwig.de
www.facebook.com/baubotanik.org


Download-Link: Konzept Platanenkubus

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