Eneuerbare in und für Nagold

Nagold kann seinen Energiebedarf nicht mit erneuerbaren Energien decken, aber die Erneuerbaren haben in den letzten beiden Jahrzehnten stark gewachsen und Nagold hat einiges zu bieten.

Am 15. und 16. September fanden die Energieerlebnis- und Energiewendetage statt.
In Nagold informierte ZDF-Wettermann Dr. G. Tiersch  über den Stand der Klimaforschung und zeigte auf dass 2018 ein Hitzesommer war, wie er eigentlich erst in einigen Jahren erwartet worden war und wie sie künftig wohl häufiger auftreten werden.
Auf dem Eisberg wurden "Sonne & Holz - das Traumpaar der Erneuerbaren" mit einer Besichtigung die Schaupelletsheizanlage der AWG, das mit 12500 cbm größten Hackschnitzellager in der Region, das 2000 t-Pelletslager und die 36 kw-Bürgersolaranlage auf dem Eisberg vorgestellt.

In der Stadt wurden  "Erneuerbare und effizienten Energien bei der Stadt Nagold" vorgestellt, von der Pelletsanlage in der Burgschule, die auch das weiße Schulhaus mitversorgt, über die (private) PV-Anlage auf der Zellerschule bis zum OHG.  Im Otto-Hahn-Gymansium steht ist die älteste große Hackschnitzelheizanlage im Landkreis (460kw), die zunächst im Contracting betrieben wurde und jetzt von der Stadt selbst. Sie versorgt zusammen mit einem Klein-BHKW und dem Ölspitzenkessel OHG 1 und 2, die Zellerschule und das Youz. Die Hackschnitzelheizanlage liefert rund 1 Million Kilowattstunden Wärme pro Jahr und spart damit gegenüber einer Ölheizung rund 295 000 kg des Treibhausgases CO2 oder 295 Tonnen je Jahr ein. Auf dem Rathaus gibt es eine kleine  PV-Anlage von 1996 die gleichzeitig  als Sonnenschutz für den Glasverbindungsbau ist. Im Badepark erwärmt ein 1000-Quadratmeter-Absorber, der rund 350000 kWh je Jahr liefert, im Sommer das Freibadwasser, eine Warmwassersolaranlage im Nebengebäude liefert warmes Duschwasser und ein Blockheizkraftwerk, erzeugt effizient  Strom und Wärme. Das Wasserkraftwerk Rentschler
ist die älteste Anlage zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien, aber die jüngste derartige Anlage bei der Stadt (den Stadtwerken), bei der in den letzten Jahren die Technik  teilweise erneuert wurde.

Insgesamt gab es in Nagold 2015 (alle Zahlen nach Integriertes Klimaschutzkonzept für Nagold)
484 PV-Anlagen die nach dem EEG vergütet wurden mit rund 8000 kW, oder 8 MW, die über 6 Millionen kWh Strom lieferten.
2 Windkraftanlagen (mittlerweile eine abgebaut) mit 100 kw
5 Wasserkraftanlagen mit rund 200 kw und 2013 (ein sehr gutes Jahr) rund 1 Million kWh
14 KWK-Anlagen (=Blockheizkraftwerke) mit Leistungen zwischen 5 und 380kW elektrisch, was bei einer Volllaststundenanzahl von 5000 Stunden rund 2.500 MWh Strom pro Jahr entspricht.
4400 Quadratmeter Warmwassersolaranlagen (Solarthermie) waren Ende 2014 dokumentiert
und 2012 insgesamt 206 Wärmepumpenanlagen. 
Der Anteil von Holz (Hackschnitzel, Pellets, Stückholz) bei der Wärmeerzeugung ist nicht
bekannt.