Stadtnachricht

Gehwege räumen und streuen


Bürgeramt informiert über Winterdienstpflicht der Bürger — Umweltfreundliches Streugut verwenden

So schön eine Schneelandschaft auch ist, der Winter hat auch seine unbequemen Seiten. Denn nicht nur für Autofahrer, sondern auch für Fußgänger gibt es viele Gefahren. Auf Geh- und Fußwegen sowie auf Treppenaufgängen können Fußgänger leicht ausrutschen, wenn nicht alle ihre Winterdienstpflicht ernst nehmen. Was die Bürger beim Schneeschippen und Streuen beachten müssen, erklärt das Bürgeramt.

Anwendungsbereich:
Innerhalb der geschlossenen Ortslage einschließlich der Ortsdurchfahrten sind Gehwege zu reinigen, von Schnee zu räumen und zu streuen. Als Gehwege gelten auch entsprechende Flächen am Fahrbahnrand, am Rande von verkehrsberuhigten Bereichen und Fußgängerzonen sowie öffentliche Fußwege, die nicht zu einer anderen öffentlichen Straße gehören.

Verpflichtete Personen:
Eigentümer und Besitzer von Grundstücken (Straßenanlieger), die an einer Straße (Wege, Plätze, Fußgängerzonen) liegen oder einen Zugang haben, sind zum Winterdienst verpflichtet. Besitzer sind insbesondere Mieter und Pächter, die das Grundstück ganz oder teilweise nutzen. Als Anlieger gelten auch Eigentümer und Besitzer solcher Grundstücke, die von der Straße durch eine im Eigentum der Gemeinde stehende, unbebaute Fläche getrennt sind, wenn der Abstand zwischen Grundstücksgrenze und Straße nicht mehr als zehn Meter beträgt. Sind mehrere Anlieger für dieselbe Fläche verpflichtet, müssen sie gemeinsam sicherstellen, dass die Winterdienstpflichten ordnungsgemäß erfüllt werden. Soweit nur auf einer Straßenseite ein Gehweg vorhanden ist, obliegt beiden Anliegern die Räum- und Streupflicht.

Räum- und Streubereich:
Die Räum- und Streupflicht erstreckt sich auf die ganze Länge der Grundstücke. Die entsprechenden Flächen sind auf mindestens einen Meter Breite zu räumen.

Schneeräumung:
Die Gehwege müssen werktags bis 7.30 Uhr, sonn- und feiertags bis 9 Uhr geräumt und gestreut sein. Wenn nach diesem Zeitpunkt Schnee fällt oder Schnee beziehungsweise Eisglätte auftritt, ist unverzüglich — bei Bedarf auch wiederholt — zu räumen und zu streuen. Diese Pflicht endet um 20 Uhr. Der geräumte Schnee soll auf dem restlichen Gehweg, und wenn der Platz dafür nicht ausreicht, am Rande der Fahrbahn aufgehäuft werden. Wenn der Schnee schmilzt, müssen die Straßenrinnen und die Straßeneinläufe frei gemacht werden, damit das Schmelzwasser abfließen kann.

Bestreuung:
Die Gehwege müssen bei Glätte rechtzeitig so gestreut sein, dass sie von Fußgängern möglichst gefahrlos benutzt werden können.

Womit streuen?
Die Stadt Nagold hat die Verwendung von Streusalz auf den Gehwegen durch ihre Streupflichtsatzung eingeschränkt. Denn Streusalz schädigt beispielsweise Bäume. Sie wachsen weniger und werfen ihr Laub vorzeitig ab. Deshalb wird mit abstumpfendem Material wie Sand und Splitt auf Geh- und Fußwegen gestreut. Auftauende Streumittel, insbesondere Streusalz, dürfen in geringem Umfang nur an besonders gefährlichen Stellen wie Treppen und Steilstücken eingesetzt werden.

Nachbarschaftshilfe:
Für alte, kranke oder gebrechliche Bürger wird die winterliche Kehrwoche oft zu einer Last. Leider ist es auch in Nagold nicht möglich, sie vom Winterdienst zu befreien. Deshalb bittet die Stadt Nagold alle Bürger, hilfsbedürftige Nachbarn zu unterstützen. (red)