Stadtnachricht

Klimafreundlich im Stadtgebiet


Peter Widmann-Rau, Umweltbeauftrager der Stadt Nagold, Peter Sauter von der städtischen Gebäudewirtschaft und Sven Fischer vom Gemeindevollzugsdienst mit der E-Mobil-Flotte der Stadtverwaltung (Foto: Stadt)
Foto: Stadt

Elektrofahrzeugen gehört die Zukunft. Gerade im innerstädtischen Verkehr sind die geräusch- und abgaslosen Fahrzeuge ideal. Gründe genug für die Stadtverwaltung, mit dem Fahrzeugpool ins Elektrozeitalter einzusteigen und dem Integrierten Klimaschutzkonzept einen wichtigen Baustein hinzuzufügen. Auf ein Jahr Erfahrung mit dem E-Mobil können mittlerweile die Mitarbeiter der städtischen Gebäudewirtschaft zurückblicken. Seit März 2018, ein bisheriger Leasing-Vertrag war abgelaufen, entschied man sich für ein Elektroauto. Klein und wendig sollte es sein. Mit dem Zweisitzer sind die Mitarbeiter vor allem im Stadtgebiet unterwegs. Die Reichweite beträgt zwischen 100 und 120 Kilometer. „Das haben wir aber noch nie ausgereizt“, erklärt Peter Sauter, Leiter des Sachgebiets Gebäudewirtschaft. Mit dem neuen „Team-Mitglied“ ist er hoch zufrieden, da man sich keine Gedanken machen muss, ob der Akku reicht.

„Aufgetankt“ wird das E-Auto an einer Schnellladestation, die sich am Bauverwaltungsamt befindet. Innerhalb von drei bis vier Stunden sei der Akku aufgeladen, berichtet Sauter. Wenn`s schnell gehen muss, wird dort auch das nagelneue Elektrofahrzeug des Ordnungsamts aufgeladen. Seit November 2018 sind die Mitarbeiter des Gemeindevollzugsdienstes damit geräuschlos und emissionsfrei im Stadtgebiet und den Teilorten unterwegs. Die Reichweite beträgt im Winter rund 200 Kilometer, da der Akku eine gewisse Arbeitstemperatur benötigt, um optimal funktionieren zu können. Im Sommer ist eine Reichweite von etwa 300 Kilometern möglich. „Geladen wird der Viersitzer über Nacht mittels eines Schutz-Kontakt-Ladekabels in einer Tiefgarage in der Marktstraße“, berichtet Sven Fischer, der für den Fuhrpark im Ordnungsamt verantwortlich ist. Seine Erfahrungen und die der weiteren Mitarbeiter vom Gemeindevollzugsdienst mit dem E-Mobil sind durchweg positiv.

Erfahrung mit E-Mobilität hat das Team allerdings schon länger. Bereits seit Mai 2018 sind zwei E-Bikes im Einsatz, die in erster Linie vom Gemeindevollzugsdienst genutzt werden, aber grundsätzlich auch anderen städtischen Mitarbeitern zur Verfügung stehen. Im Fahrzeugpool stehen je ein Herren- und Damenrad, mit denen die Mitarbeiter ihren Aufgaben im Stadtgebiet nachkommen. „Die Reichweite der Räder beträgt etwa 80 Kilometer im Eco-Modus“, erläutert Sven Fischer. Für ihn sind die E-Bikes eine sehr gute Alternative zum Auto. „Damit kommt man beispielsweise auch auf den Lemberg, ohne außer Puste zu geraten“, erklärt der städtische Mitarbeiter. Auch Peter Widmann-Rau, Umweltbeauftragter der Stadt, sieht den Einsatz von E-Bikes im Stadtbereich im Radius von etwa vier Kilometern als ideal an. „Gleichzeitig haben die Kollegen ein Fitnessprogramm absolviert“, ergänzt er.

Im Haupt- und Personalamt wird Richtung Jahresende ebenfalls ein Fahrzeug mit elektrischem Antrieb angeschafft. „Der Leasing-Vertrag für das Auto der Amtsboten wird dann auslaufen. Geplant ist für deren Fahrten im Stadtgebiet und im näheren Umkreis ebenfalls die Anschaffung eines Elektroautos“, sagt Georg Russ, der unter anderem für die Einholung und Prüfung von Angeboten bezüglich der Fahrzeugkäufe in der Stadtverwaltung zuständig ist. Weitgehend Zukunftsmusik ist das Thema E-Mobilität im Baubetriebshof. Vorstellbar sei es allerdings, für eines der kleinen Müllfahrzeuge, das in absehbarer Zeit ersetzt werden muss, ein E-Auto zu beschaffen, sagt Thomas Rechenberg, Leiter des Baubetriebshofs.
Da in den Hallen des Baubetriebshofs vor allem schwere Fahrzeuge mit bis zu 17 Tonnen stehen, ist es derzeit noch nicht möglich, adäquate elektrisch angetriebene Alternativen zu finden. „Die Belastung der Akkus wäre zu hoch“, sagt der Baubetriebshof-Chef. (Tina Block)