Stadtnachricht

Jungforscher gestalten Zukunft


In der kommenden Woche beginnen die Wettbewerbe der 54. Runde von „Jugend forscht“ sowie „Schüler experimentieren“. Für den Bereich Nordschwarzwald ist es bereits der 21. Regionalwettbewerb. Rund 100 begeisterte Schülerinnen und Schüler mit insgesamt 50 Projekten treten in Nagold an. Sie möchten zeigen, wie die Zukunft aussehen kann. Seit Monaten forschen und experimentieren die jungen Talente in den Fachbereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Am Freitag, 22. Februar, kann sich die Öffentlichkeit zwischen 9 und 14 Uhr selbst ein Bild von den spannenden Projekten in der Nagolder Stadthalle machen. „Frag Dich!“ - mit seinem aktuellen Motto motiviert „Jugend forscht“ alle Kinder und Jugendliche, den Mut zu haben, das Smartphone auch einmal beiseite zu legen und sich nicht mit den Ergebnissen einer schnellen Internetrecherche zufrieden zu geben. Es bleibt also spannend, welche Fragen und Antworten die jungen Forscherinnen und Forscher präsentieren werden.

Am Donnerstag, 21. Februar, ist dann der große Tag gekommen: die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dürfen der Fachjury ihre Projekte vorstellen. Am Ende dieses aufregenden Tages werden dann die Plätze in der Jurysitzung vergeben. Die große Feierstunde mit Bekanntgabe der Preisträger erfolgt am Freitag, 22. Februar, ab 14.30 Uhr in einer feierlichen Atmosphäre in der Nagolder Stadthalle. Die Sieger der Regionalebene qualifizieren sich für die Landeswettbewerbe, die Anfang März beginnen. Den Abschluss der 54. Runde von „Jugend forscht“ bildet das Bundesfinale, welches im Mai in Chemnitz stattfindet. 30 der insgesamt 50 Gruppen, die am Wettwerb „Jugend forscht“ teilnehmen, tüfteln und experimentieren im Jugendforschungszentrum Schwarzwald-Schönbuch e.V. (JFZ) im Nagolder Vogelsangweg.

Micha Diehl (10 Jahre) (Foto: Stadt)
Foto: Stadt

Einer der Teilnehmer ist Micha Diehl. Der 10-jährige macht zum ersten Mal beim Wettbewerb mit. Micha besucht die 5. Klasse des Otto-Hahn-Gymnasiums und tritt im Fach Technik an. Sein Projekt: die Überwachung des Torraumes beim Fußball. Anhand eines selbstgebauten Fußball-Spielfeldes mit Fußballtor, welches mit LED und Fotozellen überwacht wird, möchte er der Frage: „War der Ball über der Linie?“ auf den Grund gehen. Dies erfolgt mit einem programmierten Mikrocontroller, genannt Arduino. Die am Tor angebrachten Leuchtdioden erkennen anhand des unterbrochenen Lichtstrahls, ob ein Tor gefallen ist. Ein Signalton ertönt und der Laptop meldet ein Tor. Außerdem kann durch entsprechende Programmierung festgestellt werden, wo genau der Ball im Tor gelandet ist und ob es sich tatsächlich um einen Fußball oder um den Torwart handelt. Sollte dies der Fall sein, wird das Tor nicht gewertet.

Nico Stangelmaier (12 Jahre) und Linus Kiefer (12 Jahre) (Foto: Stadt)
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Auch Nico Stangelmaier (12) und Linus Kiefer (12) tüfteln bereits seit einem Jahr an ihrer Photovoltaik-Liege. Die beiden sind Nachbarn und waren schon öfters zusammen im Sommerurlaub in Kroatien. An ihrer Liege haben sie eine Solarzelle angebracht, welche die Sonnenenergie in Strom verwandeln soll. Des Weiteren haben sie einen Ventilator für das Gesicht sowie einen Flaschenkühler befestigt. Sobald die Sonne auf die Solarzelle scheint, fängt der Ventilator an, sich zu drehen und der Flaschenkühler kann das Getränk kühlen. Hierzu wurde zusätzlich ein Ventilator unterhalb sowie ein nasser Schaumstoff innerhalb des Flaschenkühlers angebracht. Aber auch an wolkigen Tagen muss auf die Luxusliege nicht verzichtet werden - ein Akku, welcher ebenfalls an der Liege befestigt wurde, sorgt für ungestörtes Entspannen.

Peter Scharpf (10 Jahre) (Foto: Stadt)
Foto: Stadt

Ein weiterer Jungforscher ist der 10-jährige Peter Scharpf, der die 5. Klasse des Otto-Hahn-Gymnasiums besucht. Peter beschäftigt sich mit dem pasteurisieren von Milch und tritt im Fachbereich Arbeitswelt an. Er möchte die Keime in der Milch abtöten, um die Milch so länger haltbar zu machen. Aber wie wird die Milch warm, ohne anzubrennen? Peter füllt die Milch dazu in eine Flasche, stellt diese auf das Sieb eines Spargeltopfes, füllt den Topf mit Wasser und stellt diesen auf den Herd. Die Milch pasteurisiert bei 72°C bis 75°C innerhalb von 15 bis 30 Sekunden. Mit Hilfe eines Messfühlers und des Mikrocontrollers Arduino kann die Temperatur überwacht werden. Sobald  diese erreicht ist, leuchtet eine rote Lampe und es ertönt ein Warnsignal. (red)