Stadtnachricht

Lembergschule


Im Sommer 2017 fiel der Startschuss für die Bauarbeiten an der Lembergschule.  Die Herausforderung war groß, denn die Grundschule musste während des laufenden Betriebs generalsaniert werden. Gelungen ist dieses Mammutprojekt allemal und das gleich in mehrfacher Hinsicht. Petra Brauer, Rektorin der Lembergschule, ist voll des Lobes und dankbar, dass sie die Sanierung von Anfang an mitgestalten konnte. Groß ist aber auch die Freude darüber, dass die Bauarbeiten weitestgehend abgeschlossen sind, denn die Lärmbelastung im laufenden Schulbetrieb sei doch recht hoch gewesen.

Einer der neuen Klassenräume in der energetisch sanierten und modernisierten Lembergschule. (Foto: Stadt)

Auf die Schulleiterin wartet jetzt noch  jede Menge Arbeit. Aus der Wilhelmhalle muss Inventar in die Schule gebracht werden. Dort lagern derzeit noch jede Menge Gegenstände wie Werkbänke und Tafeln sowie Dinge für den Ganztagesunterricht.
Zudem fehlt noch eine generelle Bestandsaufnahme darüber, was noch angeschafft werden muss. Wobei die Rektorin viel Wert darauf legt, dass nicht alles neu gekauft werden muss. „Nachhaltigkeit heißt hier die Devise“, betont Petra Brauer. Positiv sei auch das Echo der Schülerinnen und Schüler. Sie freuen sich über helle, moderne Klassenzimmer, farbenfrohe Flure - und sie können es kaum erwarten, bis sie die Pause draußen verbringen können.

Der Pausenraum mit Zugang zum Pausenhof. (Foto: Stadt)

Das Lehrerkollegium arbeitet derzeit noch intensiv daran, die Kinder zu einem wertschätzenden Umgang mit der neuen Umgebung zu erziehen. Grund zur Freude über den Ablauf des Großprojekts hat auch Uwe Reder, der das Projekt als Sachgebietsleiter Hochbau im Amt für Hoch- und Tiefbau federführend betreut. „Kostenmäßig ist die Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahme eine Punktlandung“, stellt er fest. Selten genug in der heutigen Zeit, in der Kostensteigerungen bei Bauprojekten eher die Regel als die Ausnahme sind. Der Kostenplan in Höhe von 8,1 Millionen Euro, inklusive Außenanlagen, wird eingehalten werden können. Rund 1,7 Millionen Euro der Bausumme kommen aus Fördertöpfen von Bund und Land.

Viele Handwerker aus unterschiedlichen Gewerken gaben sich zwei Jahre lang in der Lembergschule die Klinke in die Hand. Nach und nach wurden die einzelnen Trakte des Stahlbetonbaus aus dem Jahr 1965 sowie des Anbaus aus dem Jahr 1991 entkernt. Das heißt, alle Einbauteile wie Türen, Fenster, Böden, Unterdecken, nichttragende Innenwände sowie die Gebäudetechnik wurden entfernt, um sie anschließend zeitgemäß zu erneuern. Für ausreichend Tageslicht sorgen großzügig dimensionierte dreifach-verglaste Aluminium-Fensterfronten mit Lamellenfenstern zur Belüftung sowie mit schmalen Fensterflügeln mit Absturzsicherung, die ebenfalls zum Durchlüften geöffnet werden können.

Bodentiefe Fenster sowie Oberlichter bringen Helligkeit in die Flure. (Foto: Stadt)

Mehr Helligkeit
In der dunkleren Jahreszeit sorgen tageslichtgesteuerte und energiesparende LED-Leuchten mit Präsenzsteuerung für ausreichend Licht. Mehr Helligkeit kommt jetzt auch in die Flure. Teilweise wurde die Fassade am Ende der Flure wieder geöffnet und bodentiefe Fenster eingebaut. Spezielle Dachfenster im Treppenhausbereich erfüllen in erster Linie Brandschutzanforderungen, weil sie sich im Brandfall öffnen, um einen Rauchabzug zu ermöglichen. Mehr Licht im Gebäude ist ein positiver Nebeneffekt. Weil die bisherigen Einbauschränke in den Klassenzimmern zwar sehr praktisch, aber funktional und optisch einfach nicht mehr zeitgemäß waren, wurden sie durch neue Schränke mit moderner Oberfläche ersetzt. Zeitgemäß ist auch die technische Ausstattung der Klassenzimmer. In allen gibt es LAN- und WLAN-Anschlüsse. Notwendig ist dies unter anderem für den Einsatz der sogenannten interaktiven Whiteboards, welche die Möglichkeiten einer herkömmlichen Tafel mit denen eines Multimedia-Computers vereinen. Sie kommen in der Lembergschule in den dritten und vierten Klassen zum Einsatz.

Die Garderobennischen sind in unterschiedlichen Farben gestrichen. (Foto: Stadt)

Neue Raumaufteilung
Zwischen den Klassenzimmern befinden sich neuerdings sogenannte Differenzierungsräume. Dort können Kinder gemäß ihrer individuellen Begabung gesondert gefördert werden. Komplett neu strukturiert wurde der Verwaltungstrakt der Lembergschule. Untergebracht sind dort das Sekretariat, das Büro der Rektorin sowie Aufenthaltsräume für das Kollegium. Die Räume erhielten große Fensterfronten, so dass ein Arbeiten in heller und freundlicher Atmosphäre gewährleistet ist. Neu hinzugekommen ist im Hinblick auf das Thema Inklusion ein Aufzug an der Nordseite des Gebäudes. Die Feuertreppe wurde an die Ostseite  der Lembergschule verlegt.  

Spielgeräte im Außenbereich. (Foto: Stadt)
Fotos: Stadt

Multifunktionsraum
Herzstück im Erdgeschoss des Gebäudes ist der neue Multifunktionsraum. Entstanden aus dem ehemals teilweise überdachten Pausenhof, bietet er verschiedene Nutzungsmöglichkeiten. Unter anderem können in dem rund 95 Quadratmeter großen Raum Veranstaltungen stattfinden. Dafür wurde auch eine Teeküche sowie ein Stuhllager angedockt. In erster Linie soll er aber als Pausenraum für die Schülerinnen und Schüler mit direktem Zugang zum Pausenhof genutzt werden. Ein elektrisch zu betreibendes Glastor auf der Innenseite ermöglicht eine flexible Nutzung des Raums. Apropos Pausenhof. Auch dieser erhält ein neues Gesicht. Zwar sind die Spielgeräte aus Holz bereits aufgebaut, auf den Freiflächen bewegen sich derzeit allerdings noch die Bagger. An der Planung der Außenanlagen waren die Schülerinnen und Schüler beteiligt. Die Fertigstellung der kompletten Außenanlagen ist im Frühjahr 2020 geplant. Energetisch „verpackt“ wurde das Gebäude mittels einer vorgehängten hinterlüfteten Fassade, das heißt einer mehrschichtigen Außenwandkonstruktion aus Verbundwerkstoff in unterschiedlicher Farbgestaltung. Laut Uwe Reder wird die Zeit bis zu den Herbstferien genutzt, um noch einige Restarbeiten an der Fassade und an der Elektrik zu erledigen. (Tina Block/Fotos: Stadt)