Stadtnachricht

Jahreswechsel


Liebe Mitbürgerinnen,
liebe Mitbürger,
meine sehr verehrtenDamen und Herren,

das zu Ende gehende Jahr 2019 war für unsere Stadt und die Stadtteile gleichermaßen aufregend wie ereignisreich.

Die Entscheidung über die notwendigen Veränderungen im Gertrud Teufel-Seniorenzentrum waren schwierig und für alle Beteiligten eine große Belastung. Doch erfreulicherweise tun sich in Sachen Seniorenpflege und –betreuung sehr gute Perspektiven auf. Neue Seniorenzentren entstehen auf der Scholderwiese im Iselshauser Tal sowie im Stadtteil Hochdorf. Diese Angebote werden zu einer deutlichen Verbesserung in der qualitativen und quantitativen Betreuung führen.

Ein weiteres Projekt, das mit vielen Auseinandersetzungen in der Öffentlichkeit verbunden ist, ist das Absetzgelände für das Kommando Spezialkräfte (KSK). Das Thema wird uns 2020 weiter beschäftigen.

Mit der Erfüllung unserer klassischen Pflichtaufgaben in den Bereichen Bildung und Betreuung geht es sehr gut voran. Die Lembergschule ist vollständig saniert, die Außenanlagen werden im Frühjahr 2020 fertiggestellt. Der Neubau der Kita Riedbrunnen II wächst zusehends. Und die Planungen für die Sanierung und Modernisierung sowohl der Zellerschule als auch des Otto-Hahn-Gymnasiums (OHG) sind in vollem Gange. Jedoch sind die Finanzmittel für die letztgenannten Schulen in einer solchen Dimension, dass sich derzeit noch keine zeitliche Perspektive für den Start der beiden Zukunftsprojekte absehen lässt.

Absehbar hingegen ist der Baustart im stadtnahen Baugebiet Hasenbrunnen. Die Erschließungsarbeiten sind abgeschlossen, die Vergabe der Bauplätze ist im ersten Quartal 2020 vorgesehen. Im Wohngebiet „Egertle“ in Mindersbach verkaufen wir derzeit Bauplätze. In Emmingen werden die Planungen für das Baugebiet „Obere Kirchenäcker“ vorangetrieben. Grünes Licht gab der Gemeinderat auch für die Planung und den Grunderwerb für die Ausweisung weiterer Baugebiete in Hochdorf und Vollmaringen.

Herausragend waren in diesem Jahr die städtepartnerschaftlichen Begegnungen mit unseren Freunden aus Jesenice in Slowenien. Gemeinsam haben wir unsere seit nunmehr 25 Jahren bestehende Städtepartnerschaft in Nagold gefeiert. Jede Menge weitere Höhepunkte hatte unser Veranstaltungskalender zu bieten. Gleich ob Veranstaltungen wie die Gartenmesse, das Keltenfest und der Urschelherbst oder die Angebote auf der Burgruine sowie alle größeren und kleineren Veranstaltungen der Nagolder Vereine – allesamt waren sie auch in diesem Jahr wieder Besuchermagnete und ein hervorragendes Aushängeschild für unsere Stadt und die gesamte Region.

Ein besonders eindrückliches Beispiel für das große bürgerschaftliche Engagement in unserer Stadt ist die Fertigstellung des Stationären Hospizes St. Michael im September. Seit 2011 setzen sich die Vereinsmitglieder mit unermüdlichem Einsatz und hohem persönlichen Engagement für die Realisierung dieses Projekts ein.

Auf der lokalen politischen Bühne standen in diesem Jahr die Gemeinde- und Ortschaftsratswahlen an. Die damit einhergehenden Veränderungen waren gut zu bewältigen, die Gremien haben ihre Arbeit aufgenommen. Ich hoffe sehr, dass die verschiedenen politischen Ansätze das Ziel der gemeinsamen positiven Weiterentwicklung unserer Stadt nicht aus den Augen verlieren mögen.

Ein wichtiges Zukunftsthema ist die Teil-Elektrifizierung der Nagoldtalbahn. Ich werde in meinem Bemühen nicht nachlassen, dieses für unsere Region so bedeutsame Verkehrsprojekt weiter voranzutreiben. Erfreulicherweise unterstützt das Land Baden-Württemberg dieses Projekt sehr.

2020 wird in wirtschaftlicher Hinsicht ein Jahr mit vielen Unbekannten werden. Wie wird die Automobilindustrie, von der wir so sehr abhängig sind, die rasanten Veränderungen der Mobilität verkraften? Welche weltpolitischen Faktoren werden den Freien Handel schwächen oder stützen? Wie wird sich die konjunkturelle Entwicklung verändern? All diese Unsicherheiten veranlassen die Stadt, ihren Haushalt sehr vorsichtig zu planen. Wichtig wird dabei sein, nicht durch die Übernahme weiterer Aufgaben die Haushaltsrisiken zu steigern. Nur dann kann die Stadt weiter auf finanzpolitisch soliden Pfaden unterwegs sein.

All die erwähnten Projekte, Planungen sowie das beispielhafte Miteinander sind ideale Voraussetzungen, damit wir unsere Stadt gemeinsam zukunftsfähig, lebens- und liebenswert gestalten können.

Ich danke allen ehrenamtlich Engagierten für ihren vorbildlichen Einsatz in Kirchen, Vereinen und in Vereinigungen in unserer Stadt sowie für das gute Miteinander.

Ihnen allen wünsche ich gesegnete und frohe Weihnachtstage. Sammeln Sie Kraft und Energie, damit Sie mit Schwung und Freude ins neue Jahr starten können. Möge Ihnen das Jahr 2020 viel Gesundheit, Glück und Zuversicht bringen.

Herzlichst
Ihr

Jürgen Großmann
Oberbürgermeister