Stadtnachricht

15 bestätigte Infektionen


Pressemitteilung des Landkreises Calw vom 13.03.2020:
 
Insgesamt nun 15 bestätigte Infektionen -  Infohotline am Samstag von 9 bis 17 Uhr und ab Montag von 8 bis 18 Uhr besetzt
 
Im Landkreis Calw gibt es drei weitere bestätigte Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2). Damit steigt die Zahl der Fälle im Kreis Calw auf 15.
 
Betroffen ist eine Frau aus der Gemeinde Rohrdorf. Es handelt sich um eine Kontaktperson des aus der Stadt Nagold stammenden Patienten, der sich derzeit aufgrund seiner COVID-19-Erkrankung in den Kliniken Calw in intensivmedizinischer Behandlung befindet. Ihr Gesundheitszustand ist stabil. Sie befindet sich für die nächsten zwei Wochen in häuslicher Quarantäne.

Ebenfalls positiv getestet wurde eine Frau aus der Stadt Nagold, die in Kontakt mit zwei bestätigten Corona-Fällen aus der Stadt Rottenburg (Landkreis Tübingen) stand. Sie weist aktuell geringe Symptome auf und verbringt die kommenden 14 Tage zu Hause.
 
Weiterhin wurde auch bei einem Mann aus der Gemeinde Ebhausen eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2) festgestellt. Er zeigt derzeit leichte Symptome und befindet sich – wie auch seine näheren Kontaktpersonen – zwei Wochen in häuslicher Isolation. Wie er sich angesteckt hat, konnte noch nicht abschließend ermittelt werden.
 
Erfreulicherweise fielen die Testergebnisse der drei Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Höfen an der Enz, welche Kontakt zu einem bestätigten Fall hatten, negativ aus. Die zum Schutz der Feuerwehrangehörigen und im Interesse der Vermeidung einer längeren Beeinträchtigung der Einsatzfähigkeit der Wehr erlassene Außerdienststellung der Feuerwehr Höfen wurde daher am Freitagvormittag (13.03.2020) beendet.

Infotelefon des Landratsamts


Unter der Rufnummer 07051 160-160 hat das Landratsamt Calw ein Infotelefon eingerichtet, an das sich Reiserückkehrer und Rat suchende Bürgerinnen und Bürger bei Fragen zum neuartigen Coronavirus wenden können. Die Hotline ist am Samstag (14.03.2020) von 9 bis 17 Uhr sowie montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr besetzt. Die Infohotline des Landesgesundheitsamts ist täglich zwischen 9 und 18 Uhr telefonisch unter 0711 904-39555 erreichbar.
 
Personen, die bei sich eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2) vermuten,  also  Symptome  wie  Husten, Schnupfen und/oder Niesen aufweisen und  sich  in  den  zurückliegenden  14 Tagen in einem vom Robert-Koch-Institut ausgewiesenen Risikogebiet aufgehalten  haben  oder  Kontakt  zu  einer  am neuartigen Coronavirus erkrankten Person hatten, sollten unbedingt ihren Hausarzt anrufen. Bei schwerwiegenden Symptomen ist auch außerhalb regulärer Sprechzeiten die bundesweite Rufnummer 116 117 des kassenärztlichen Notdiensts erreichbar. Im Gespräch sollten mutmaßlich infizierte Personen auf ihren Aufenthalt in einem Risikogebiet oder auf den Kontakt zu einer am neuartigen Coronavirus erkrankten Person hinweisen. Dann erfolgt die Abstimmung  zum  weiteren  Vorgehen. 
 
Von einem unangekündigten bzw. unaufgeforderten Besuch beim Hausarzt oder Erscheinen im Krankenhaus sollte unbedingt abgesehen werden.
 
Bis zur Klärung des tatsächlichen Erregers sollten die betreffenden Personen zudem Kontakte zu anderen Menschen auf das Nötigste reduzieren und zu Hause bleiben. 
 
Eine Untersuchung (Nasen-Rachen-Abstrich) im ambulanten Diagnosezentrum in Neubulach ist ausschließlich nach vorangegangener Abstimmung mit dem Hausarzt bzw. erfolgter Anmeldung bei der Abteilung Gesundheit und Versorgung des Landratsamts Calw möglich. Personen, die ohne vorherige Abstimmung anreisen, werden abgewiesen.
 
Sofern sich der Infektionsverdacht bestätigt, werden alle Personen ermittelt, mit denen der Patient seit der Ansteckung Kontakt hatte. Diese werden angerufen und nach etwaigen Symptomen befragt. Zudem wird eine häusliche Quarantäne angeordnet.
 
Die Ansteckung verläuft in erster Linie über Tröpfcheninfektion. Um einer Ansteckung vorzubeugen, sollten die Hygienemaßnahmen, welche auch zur Vermeidung anderer Infektionskrankheiten gelten, berücksichtigt werden. Hierzu zählen z.B. regelmäßiges Händewaschen, der Verzicht auf das Händeschütteln, Abstand halten oder das Niesen und Husten in die Armbeuge.