Stadtnachricht

Nagold gewinnt Stadtradeln


STADTRADELN-Team der Stadtverwaltung hat sich den dritten Platz erradelt. (Foto: Stadt Nagold)
Foto: Stadt Nagold

Es ist vollbracht. Nagold gewinnt STADTRADELN 2020 in der Wertung der Kommunen im Landkreis Calw. Insgesamt 246 Radelnde in 22 Teams fahren zusammen zweimal um die Welt, insgesamt 82.973 Kilometer und sparen dabei 12 Tonnen des Treibhausgases CO2 ein.

„Mit der großen Teilnahme und positiven Resonanz haben wir wirklich nicht gerechnet. Ich hoffe, wir konnten den Nagolder Bürgerinnen und Bürger das Fahrrad so ein kleines Stückchen näher bringen, denn es hat bei der Mobilitätswende eine zentrale Position als alternatives Verkehrsmittel, das nicht vergessen werden darf“, sagt Christopher Knall, städtischer Klimaschutzmanager und Koordinator von STADTRADELN in Nagold.  

STADTRADELN hat ganz klar gezeigt, dass es möglich ist, das Auto auch mal stehen zu lassen. Natürlich geht das nicht immer, aber solange die Bürgerinnen und Bürger zumindest ab und zu das Auto stehen lassen, hat sich die Aktion schon gelohnt
Mit beachtlichen 13.050 Kilometern hat sich der SV Vollmaringen 1926 e. V. den Sieg unter den Nagolder Teams geholt. Bei 28 Radelnden entspricht das einer durchschnittlichen Kilometerleistung von 466 Kilometern pro Kopf. Während der gesamten Kampagne lieferten sich die Vollmaringer ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem Radtreff Emmingen.

Die Emminger mussten sich am Ende aber geschlagen geben und liegen mit 12.076 Kilometern auf dem zweiten Platz. Die Stadtverwaltung Nagold hat sich mit 8.911 Kilometern den dritten Platz erradelt.

„Es war schön zu sehen, wie motiviert die Kollegen an die Sache ran gegangen sind. Neben dem Klimaschutz ist der Wettbewerbsgedanke natürlich immer mitgefahren“, erläutert Christopher Knall.

Durch die STADTRADELN App konnte jeder Teilnehmer ganz genau sehen, wo er oder sie momentan steht und wie viele Kilometer noch zum nächsten Platz fehlen. Das hat alle  motiviert, das Rad öfters zu nutzen.“

Bis zur Aktion im nächsten Jahr könnte das Ziel der Teilnehmer sein, das Auto, zumindest gelegentlich, stehenzulassen und das Fahrrad zu nutzen. Denn eins ist klar, neben dem vermiedenem CO2 ist Fahrradfahren gesund und schont dabei auch noch den Geldbeutel.

Deutlich wurde bei der Aktion auch, dass Nagold Handlungsbedarf bei verschiedensten Fahrradthemen hat. Während STADTRADELN wurden immer wieder Missstände oder Verbesserungsvorschläge an die Stadtverwaltung herangetragen.
Durch die im Rahmen der Radoffensive Nagold gegründeten Projektgruppe RADmobil, werden nun einzelne Themen bearbeitet und Lösungen gesucht.
Das geht natürlich nicht von heute auf morgen und muss gut durchdacht werden. „Als erstes werden wir das Thema Abstellanlagen in Nagold angehen“, erklärt Andrea Rentschler aus dem Stadtplanungsamt, die die Projektgruppe federführend betreut.

„Um uns kontinuierlich zu verbessern, sind wir auf Ihre Hilfe angewiesen“ wendet sich Christopher Knall an alle Nagolder Radfahrer. Verbesserungsvorschläge oder Rückmeldungungen zur STADTRADELN-Aktion nimmt er gerne entgegen.
Hinweise und Anmerkungen zum Radverkehr in Nagold allgemein können an Andrea Rentschler weitergegeben werden. (red)