Stadtnachricht

Zensusbefragung startet Mitte Mai


Von Mitte Mai bis Ende Juli wird ein Teil der Einwohnerinnen und Einwohner Nagolds für den Zensus 2022 befragt. Der Zensus findet im Turnus von zehn Jahren zeitgleich in allen deutschen Städten und Gemeinden statt. Grundlage für die Bevölkerungszählung sind die Einwohnermelderegister, ergänzt durch eine Befragung in Haushalten, die per Stichprobe gezogen wurden. Für die zu befragenden Personen besteht beim Zensus eine gesetzliche Auskunftspflicht.

Auf Basis der durch den Zensus ermittelten Bevölkerungszahlen werden unter anderem der Länderfinanzausgleich, EU-Fördermittel und die Verteilung von Steuermitteln berechnet. Das Ergebnis hat also unmittelbare und deutliche Auswirkungen auf die Stadt Nagold und ihren Finanzhaushalt.

Im Auftrag des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg wird die Haushaltsbefragung auf Stichprobenbasis durchgeführt. Damit sollen Über- oder Untererfassungen erkannt und wichtige soziodemographische Merkmale, wie beispielsweise Bildungsabschlüsse, erhoben werden. Die Befragung vor Ort wird nur wenige Minuten in Anspruch nehmen. Die Auskunftspersonen erhalten beim Interview einen Zugangscode und können dann weitere Fragen eigenständig online beantworten. Es besteht auch die Möglichkeit, die Befragung mit Hilfe eines Papierfragebogens durchzuführen und diesen portofrei an die Erhebungsstelle zu senden.

Um die Befragungen persönlich vor Ort durchzuführen, werden in Nagold 23 ehrenamtliche Erhebungsbeauftragte so kontaktarm wie möglich in der Kernstadt und den Stadtteilen unterwegs sein. Die Befragungen können mit genügend Abstand an der Tür oder im Flur erfolgen. Somit ist ein Betreten der Wohnung oder des Hauses der Auskunftsperson durch die Interviewerin oder den Interviewer nicht notwendig. Die Erhebungsbeauftragten wurden für ihre verantwortungsvolle Tätigkeit von der Erhebungsstelle Zensus ausgewählt, geschult sowie auf Verschwiegenheit verpflichtet. Sie kündigen den Befragungstermin im Vorfeld postalisch an und können ihren ehrenamtlichen Einsatz mit einem offiziellen Ausweis belegen.

Die Zensusdaten unterliegen der  Geheimhaltung und werden ausschließlich für statistische Zwecke genutzt. Durch das sogenannte Rückspielverbot ist es gesetzlich untersagt, dass die gewonnenen Zensus-Befragungsdaten an andere Verwaltungseinheiten, wie die Bürgerdienste oder das Jobcenter, weitergegeben werden.

Weitere Informationen zum Zensus gibt es im Internet unter www.zensus2022.de. (red)