Stadtnachricht

Kultur pur


„Nagold spielt das Theater“ und „Nagold liebt das Konzert“ - unter diesen Überschriften stehen die Programme für die Theater- und Konzertreihe. Die Spielsaison 2022/2023 bietet spannende, unterhaltsame Theaterstücke und ein variantenreiches, klassisches Musikprogramm.

Die Flyer sind druckfrisch und liegen im Rathaus, in der Stadtbibliothek, im Einzelhandel und an vielen weiteren Stellen aus. Wer rechtzeitig sein Lieblingsevent im Kalender vermerken möchte, erhält hier eine chronologische Übersicht.

„Spark“ - die klassische Band, Samstag, 17. September 2022
19 Uhr, KUBUS
Bach - Berio - Beatles - Eine Hommage an musikalische Heroen, lautet die Überschrift zum Programm des Quintetts.
„Spark“ denkt Klassik neu. Die Musikerin und vier Musiker stellen Bach, Vivaldi, Mozart & Co. in einen frischen Kontext und schaffen Anknüpfungs-momente mit den Klängen und dem Lebensgefühl der Gegenwart.
Lustvoll und lässig werden Stile gemixt und die zahlreichen Klangvariationen ausgelotet, die ihr reiches Instrumentarium zu bieten hat. Kein Stück gleicht dem anderen, und doch tragen sie alle die ureigene, unverwechselbare Handschrift des Ensembles.

„Irgendwie Irgendwo Irgendwann“, Samstag, 15. Oktober 2022
19 Uhr, Stadthalle
Ein inszeniertes Konzert mit Musik der Neuen Deutschen Welle erwartet die Zuschauer in der Uraufführung des Landestheaters Württemberg-Hohenzollern Tübingen Reutlingen (LTT)).
Im Stück, unter der Regie von Christoph Roos und der musikalischen Leitung von Jörg Wockenfuß, retten im alten Kanzleramt in Bonn ehemals mächtige Männer und Frauen mit den optimistischen Songs der Neuen Deutschen Welle die Erinnerung an die Bonner Republik.
Sie können einfach nicht begreifen, warum das alles so schiefgegangen ist mit der Wiedervereinigung. Statt einer weltoffenen Republik erblicken sie in ganz Deutschland nur noch Intoleranz, braune Horden und Hass.
Während Helmut Kohl weiter von „blühenden Landschaften“ träumt und Norbert Blüm die Rente immer noch für sicher hält, raucht Helmut Schmidt missmutig alle Tabakvorräte auf.
Als schrägste NDW-Revival-Band aller Zeiten lassen die alten Bonner Politiker den Geist der 1980er Jahre wieder aufleben und schwelgen in Erinnerungen an die Zeit, in der sie noch Einfluss hatten.

Diverse Musiker und Theaterkünstler

Klavierabend mit Ashley Pöndl, Samstag, 29. Oktober 2022
19 Uhr, KUBUS
Ludwig van Beethoven: Klaviersonate Nr. 21 C-Dur op. 53 „Waldstein“, Felix Mendelssohn Bartholdy: Variations sérieuses op. 54, J. S. Bach / Ferruccio B. Busoni: Chaconne aus der Partita Nr. 2 und Isaac Albéniz: Iberia, II. Heft stehen auf dem Program von Ashley Kaeun Pöndl.
Die in den USA geborene Musikerin schloss im Mai 2017 ihr sechsjähriges Bachelor- und Masterstudium in Piano Performance unter der Professorin Antoinette Perry als Stipendiatin an der University of Southern California, Thornton School of Music, in Los Angeles mit herausragendem Erfolg ab.
Nach ihrem Abschluss zog Ashley Pöndl nach Deutschland, wo sie mittlerweile als Lehrkraft an der Städtischen Musikschule das Nagolder Jugendorchester leitet. An der Städtischen Musikschule Calw unterrichtet sie Klavier und Geige und an der Musik- und Kunstschule Region Freudenstadt das Landesförder-programm “Singen-Bewegen-Sprechen“. Zudem ist sie als Dirigentin der Jugendkapelle Oberwolfach tätig.
So vielseitig wie ihre berufliche Tätigkeit ist auch das Programm des Klavierabends: Ashley Pöndl präsentiert die große Bandbreite des Repertoires für Solo-Klavier und lässt die fantastischen Kompositionen in einem ganz neuen Licht erscheinen. Man darf gespannt sein, wie Musik und Kunst miteinander verschmelzen.

Duo Monasterium, Samstag, 19. November
19 Uhr, KUBUS
„Eine Reise nach Frankreich“
Camille Saint-Saëns: Sonate für Oboe und Klavier op. 166; Claude Debussy: Auswahl aus Préludes; Francis Poulenc: Sonate für Oboe und Klavier FP 185; Henri Dutilleux: Sonate für Oboe und Klavier; Maurice Ravel: Une barque sur l’océan aus „Miroirs“; François Couperin: Concert No. 11,
Les Goûts-réunis ou Nouveaux Concerts

Max Vogler (Oboe), 1998 in Rostock geboren, wurde ab 2010 an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ als Jungstudent von Gerd-Albrecht Kleinfeld unterrichtet. Er gewann beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ zwischen 2012 und 2018 acht Erste Bundespreise. 2019 gewann er einen ersten Preis beim internationalen Samnium-Wettbewerb in Italien.
Der Oboist studierte ab 2017 an der „Hanns Eisler“ in Berlin und studiert nun an der Hochschule für Musik und Theater Rostock.
Der Pianist Viktor Soos, 1996 in Backnang geboren, gilt als einer der herausragenden Musiker seiner Generation. Er erhielt zahlreiche Preise bei nationalen und internationalen Wettbewerben. Zuletzt wurde er 2021 Preisträger des Internationalen Robert-Schumann-Wettbewerbs in Zwickau und Stipendiat des Deutschen Musikwettbewerbs.
Das Konzert wird gefördert durch Konzertförderung Deutscher Musikwettbewerb des Deutschen Musikrats.

Die zwölf Geschworenen, Samstag, 10. Dezember
19 Uhr, Stadthalle
An einem heißen Tag findet der letzte Tag eines Mordprozesses mit schier erdrückender Beweislast statt: Ein 17-Jähriger hat im Streit seinen Vater mit einem Messer erstochen. Die Anklage präsentierte zwei glaubhafte Zeugen.
Reginald Roses Stück „Die zwölf Geschworenen“ setzt mit dem Ende der Verhandlung ein. Zwölf New Yorker Frauen und Männer wurden bestimmt, einen einstimmigen Schiedsspruch zu fällen.
Da der Fall eindeutig ist, wird mit einem raschen Ende der Sitzung gerechnet. Elf der Geschworen sind sich sofort einig: Der Angeklagte ist schuldig. Einer jedoch stellt sich gegen die Mehrheit.  
Das Unverständnis der Mitgeschworenen ist groß. Sie versuchen, den Zweifler mit Argumenten von ihrem Schuldspruch zu überzeugen.
Und plötzlich, nach genauerer Analyse, scheinen die Beweise keineswegs mehr eindeutig. Nach und nach wird die Mauer der Vorurteile und schnellen Schlussfolgerungen brüchig. Wie hoch ist das Risiko, einen Unschuldigen hinrichten zu lassen?

Sinfoniekonzert der Württembergischen Philharmonie Reutlingen
Samstag, 21. Januar 2023 um 19 Uhr, Stadthalle
Solistin: Alexandra Soumm, Violine
Leitung: Ariane Matiakh
 
Eric Satie: Gymnopedies 1 & 3; Pablo de Sarasate : Carmen-Fantasie; Camille Saint-Saëns: Introduction et Rondo capriccioso für Violine und Orchester; Francis Poulenc: Suite „Les animeaux modèles“; Albert Roussell:  Bacchus et Ariane, Suite Nr. 2
In Moskau geboren, begann Alexandra Soumm im Alter von fünf Jahren Geige zu lernen und gab zwei Jahre später ihr erstes Konzert.
Später zog sie nach Wien, um bei dem renommierten Pädagogen Boris Kuschnir zu studieren und gewann 2004 den Eurovision Competition.
Heute lebt die französische Geigerin in Paris und gründete dort mit zwei Freunden die Non-Profit-Organisation Esperanz’Arts, deren Ziel es ist, die Kunst in all ihren Formen den Menschen in Schulen, Krankenhäusern, Gefängnissen und Obdachlosenheimen zugänglich zu machen.
Alexandra Soumm spielt auf einer Gioffredo Cappa Violine, die um 1700 gebaut wurde.
Vielseitigkeit, Musikalität und technische Präzision, vor allem aber Natürlichkeit und ansteckende Leidenschaft sind die Markenzeichen der Dirigentin Ariane Matiakh.
Die Französin ist in einem musikalischen Umfeld groß geworden und lernte früh das Klavierspiel. Sie studierte Orchesterdirigat in Wien. In der Saison 2022/2023 tritt sie das Amt als Chefdirigentin der Württembergischen Philharmonie Reutlingen an.

„Der Boandlkramer und die ewige Liebe“, Samstag, 4. März 2023
19 Uhr, Stadthalle
Gevatter Tod, Sensenmann, Freund Hein – im Bayerischen heißt er
„Boandlkramer“. Er hat viele Namen, aber nur einen einzigen Auftrag: Er muss die Seelen, deren Zeit abgelaufen ist, in den Himmel oder in die Hölle bringen. Ohne ihn würde die Welt aus den Fugen geraten und im Chaos versinken. Seit Jahrhunderten erledigt der Boandlkramer seinen Auftrag gewissenhaft. Doch nun widerfährt ihm etwas, womit niemand gerechnet hatte: Als er den kleinen Maxl holen soll, verliebt er sich – auf den ersten Blick - in dessen Mutter Gefi.
Von dem unbekannten Gefühl verwirrt, verschont er Maxl. Um die akkurate Buchführung von Himmel und Hölle nicht durcheinanderzubringen, gibt er im Himmel den Schwerenöter Gumberger ab und führt den Altersunterschied auf einen „Schreibfehler“ zurück. Doch in der Hölle angekommen, fehlt ihm eine Seele. Der Teufel nutzt die Verwirrung des armen Boandlkramers aus und überredet ihn zu einem Geschäft, bei dem der Boandlkramer die Chance erhält, als „normaler Sterblicher“ um Gefi zu buhlen. Mit Hilfe der Ratschläge von Gumberger stolpert der Boandlkramer durch das irdische Leben - auf der Suche nach der ewigen Liebe. Da jedoch niemand mehr die Toten abholt, ist die göttliche Ordnung gefährdet …
„Der Boandlkramer und die ewige Liebe“ ist der letzte Film des 2020 verstorbenen Regisseurs Joseph Vilsmaier. Nun kommt der Film in einer eigens für die WLB erstellten Fassung auf die Bühne.

Klavierkabarett mit Anne Folger, „Fußnoten sind keine Reflexzonen“
Samstag, 18. März  2023
19 Uhr, KUBUS
Mit Wortwitz und Ironie singt Anne Folger im Rosamunde-Pilcher-Stil gegen Großkonzerne, über das Glück zu fliegen, wenn die Beine fest auf dem Boden stehen, parodiert anschaulich Beethovens Götterfunken unter Lockdown- und Weingeist-Bedingungen, lässt Doremi, die Influencerin ihres Debüt-Programmes „Selbstläufer“, im neuen Tutorial erklären, welche Intervalle zum Fasten geeignet sind und warum der Tritonus keine Nuss ist. Dabei beeindruckt sie mit ihrem musikalischen Können. Wenn „Paint it Black“ der Rolling Stones nach Schostakowitsch und Brahms klingt oder beim „Fliegenden Robert“ die Läufe über die Tastatur jagen, holt sie ihr Konzertexamen aus der Tasche und sorgt beim Kleinkunstpublikum für Verblüffung.
Es ist ein Abend mit Geschichten, wunderschön arrangierten Liedern und einer Menge Humor.

Theatersport™
Die große Impro-Show, Samstag, 22. April 2023,
19 Uhr, Stadthalle
THEATERSPORT™, das ist der Wettkampf zweier Schauspiel-Mannschaften, die sich in der großen Kunst des Improvisierens messen. Nichts ist vorher abgesprochen. Nichts ist vorbereitet. Alles wird auf Zuruf der Zuschauer spontan improvisiert.
THEATERSPORT™ ist eine Kooperation des HarlekinTheaters von Volker Quandt mit dem LTT.

Gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), NEUSTART KULTUR, INTHEGA.