Stadtnachricht

Zellerschule


Seit der Gemeinderatssitzung vom 28. November 2023 steht der Baubeschluss für die Zellerschule fest: Es wird eine Sanierung des Westflügels und einen Neubau geben. Derzeit läuft das Bauverfahren. In den Sommerferien 2024 soll ein Teil der Zellerschule abgerissen werden, anschließend wird mit dem Bau begonnen. Der Neubau soll bis Mitte 2026, die Sanierung des Bestandsteils bis Mitte 2027 abgeschlossen sein.

Entwurf der Ansicht Nord-West: Lange Straße / Unterm Wehr. Foto: H+O Architekten und Hana GeorgFoto: H+O Architekten und Hana Georg

Prüfung der Schulbaukomission
Mitte 2018 lag der Förderbescheid für die Sanierung der Schule vor. Dabei wurde auch festgestellt, dass die Schule einen Erweiterungsbau benötigt. Die Schulbaukommission prüfte, ob ein Abriss im Vergleich zu einer Sanierung mit Anbau wirtschaftlich vertretbar ist und konnte der Stadt im Herbst 2021 die Zustimmung erteilen. Daraufhin fand ein erster Auftaktworkshop mit den Architekten, der Schulleitung und dem Schulträger statt. Die Kosten belaufen sich auf 34,97 Millionen Euro. Die Stadt rechnet mit einem insgesamten Zuschuss von 9,5 Millionen Euro.

Das Schulbau-Konzept mit Clustern
Bei der Planung des Neubaus wurden die Schulleitung und der Schulträger einbezogen, um die Anforderungen aus der Praxis der Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrkräfte berücksichtigen zu können. Geplant sind zwei Gebäudeblöcke mit einem Verbindungsgang. In einem Block sind die Grundschule und die Ganztagsbetreuung, im anderen die Sekundarstufe untergebracht. Jedes Stockwerk bildet ein Cluster. Ein Cluster besteht aus 4 Klassenräumen, zwei Differenzierungsräumen für Kleingruppenarbeit, einem kleinen Lehrerzimmer, eigenen Sanitärräumen und einem Flexraum. Der Flexraum ist für unterschiedliche Nutzungen denkbar, zum Beispiel für eine weitere Klasse. Im Erdgeschoss zwischen den Blöcken wird die Schulaula entstehen. Die Fachräume und der Raum für die Schulleitung befinden sich im Westflügel, dem Gebäudeteil entlang der Nagold. Der Schulcampus wird mit einer Spiel- und Kletterinsel sowie einer Lerninsel und einem Baumquartier gestaltet. Auf den Dächern des Neubaus wird eine Photovoltaikanlage installiert.

Das Projekt wird nacheinander in zwei Bauteilen (BT) realisiert. Foto: Drees & Sommer                                                                                  Foto: Drees & Sommer

Die Interimslösung
Da durch das Bauvorhaben vorübergehend Räumlichkeiten wegfallen, wird parallel eine Interimslösung geschaffen. Diese wird in Form von Containern auf dem Parkplatz Neuwiesenweg errichtet. Die Container bieten Platz für 8 Klassen der Grundschule sowie für die Schulleitung. Außerdem werden hier 4 Klassenräume des Otto-Hahn-Gymnasiums (OHG II) für die Oberstufe untergebracht. Der Westflügel bleibt mit seinen Klassenräumen und dem Ganztagsbereich bis zur Sanierung in Betrieb.

Entwurf des Schulcampus mit einer Spiel - und Kletterinsel. Foto: H+O Architekten und Hana GeorgFoto: H+O Architekten und Hana Georg

Tag der offenen Tür am 7. Februar
Beim Tag der offenen Tür am Mittwoch, 7. Februar, können Eltern und ihre Kinder die Zellerschule von 16 bis 19 Uhr an zahlreichen Mitmachstationen kennenlernen. Das Lehrerkollegium steht für Fragen zur Verfügung und gibt in Workshops Einblicke in das pädagogische Konzept der Gemeinschaftsschule.
Pläne des Neubaus und der Interimslösung werden an diesem Tag vor Ort ausgehängt. (Julia Glanzmann)