Informationen rund um den Ruhewald

Bereits zu Lebzeiten kann die spätere Ruhestätte im Ruhewald an den Wurzeln eines Baums ausgewählt werden. Im Trauerfall müssen die Angehörigen hierüber keine Entscheidung mehr treffen, sondern finden alles wohlgeordnet vor – das ist oft eine große Erleichterung. Unter einem Ruhewald versteht man einen Friedhof mit Urnenbelegungsplätzen unter Bäumen. Es dürfen hier ausnahmslos nur biologisch abbaubare Urnen beigesetzt werden.
Für eine Beisetzung werden 360,00 Euro erhoben; an Samstagen wird zusätzlich ein Zuschlag von 25 % berechnet (zzgl. der gültigen gesetzlichen Mehrwertsteuer). Hierzu kommt das Grabnutzungsentgelt, dessen Höhe noch erläutert wird. Anonyme Bestattungen werden im Ruhewald nicht vorgenommen. Beisetzungen im Ruhewald bleiben den Wünschen der Verstorbenen und ihrer Angehörigen weitestgehend überlassen; allerdings muss bei der Beisetzung ein Bestattungsunternehmen anwesend sein, um einen geordneten und würdigen Ablauf der Beisetzung zu gewährleisten. 

Test

Der Ruhewald ist ein naturnah bewirtschafteter Wald. Grabpflege im herkömmlichen Sinne ist nicht erforderlich; die Natur übernimmt die Pflege. Es ist kein Grabschmuck zugelassen. Allein die natürliche Umgebung bildet den Grabschmuck. Eine besondere Ausgestaltung der Belegungsstätten durch Einfriedung, Grabmale und Bepflanzung ist also nicht möglich. Am zentralen Verabschiedungsplatz ist eine Ablagemöglichkeit für Blumen, Gestecke u. ä. geschaffen, die in der Regel einmal in der Woche abgeräumt wird. 

Im Ruhewald kann beigesetzt werden, wer:


  • zum Todeszeitpunkt bzw. bei Vertragsabschluss in Nagold (oder den Ortsteilen) seinen/ihren Hauptwohnsitz hatte oder hat oder
  • mindestens 10 Jahre lang seinen Hauptwohnsitz in Nagold (oder den Ortsteilen) hatte oder
  • in Nagold (oder den Ortsteilen) geboren wurde oder
  • mit einem Bürger der Stadt Nagold (oder den Ortsteilen) bis zum 2. Grad Haupt- oder Seitenlinie verwandt gewesen ist oder verwandt ist.