Nagold liest

Der Arbeitskreis Kultur hat im September des Jahres 2010 zum ersten Mal zu einer Vorlese-Veranstaltung unter dem Namen "Nagold liest und..." eingeladen, da gab es nicht wenige Nagolder, die das neue Format kritisch beäugten.

Laien – also nicht etwa Autoren –, die an wechselnden Orten unter ein Thema gestellte Texte vorlesen – reicht das? Kann man damit wirklich Literaturfreunde hinter dem Ofen vorlocken? Und die Antwort lautet: "Ja, man kann“. Es steckt viel Liebe und ehrenamtlich betriebener Aufwand hinter den Leseabenden. Das wissen die Zuhörer offensichtlich zu schätzen.

Und ein zweiter Erfolgsaspekt der Reihe sind auch die wechselnden Räumlichkeiten. Gelesen wird meist an Orten, wo die Literatur nicht wirklich zu Hause ist. Zum Beispiel in der Stadtackerhütte im Wald, in einem Bistro, im Jugendhaus in der Alten Moste oder auch im Polizeirevier. Ja selbst auf dem Stocherkahn auf der Nagold wurde schon gelesen, im Kino auch. Und sogar im Trauzimmer der Stadt. Entstanden ist die Lesereihe übrigens aus dem Vergnügen, das die Landesliteraturtage vielen Nagoldern bereitete.